FÖRDERUNG
Bis zu 80 % Förderung — was davon für Sie realistisch ist
80 % klingt nach der Ausnahme, nicht nach der Regel — und das ist es meistens auch. Die meisten Haushalte landen realistisch bei 30–46 %, je nachdem, welche der drei Bausteine für sie zutreffen. Wir erklären, wie sich die Förderung zusammensetzt, damit Sie Ihre eigene Situation einschätzen können.
DIE BAUSTEINE
Drei Bausteine, die sich addieren
Die Förderung über die KfW (Zuschuss 458) setzt sich seit der Reform zum 21. Juli 2026 aus einer Grundförderung und bis zu zwei zusätzlichen Boni zusammen. Förderfähig sind Investitionskosten bis 28.000 € — der Deckel liegt bei 70 %, bei niedrigen Einkommen bei 80 % — höchstens also 22.400 € Zuschuss.
Grundförderung
30 %Erhält praktisch jeder, der eine fossile oder ineffiziente Heizung gegen eine Wärmepumpe tauscht — unabhängig vom Einkommen.
Klimageschwindigkeits-Bonus
+16 %Für den Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung (unabhängig vom Alter) oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung. Der Bonus sinkt ab Februar 2027 alle sechs Monate um 4 Prozentpunkte.
Einkommens-Bonus
+10–40 %Für selbstnutzende Eigentümer, gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen: 40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 € pro Jahr. Lebt ein minderjähriges Kind im Haushalt, werden vom maßgeblichen Einkommen einmalig 10.000 € abgezogen. Ob das zutrifft, prüfen wir anhand Ihres letzten Steuerbescheids.
So bauen sich die Bausteine auf
Boni sind kombinierbar. Der Deckel liegt bei 70 % — für selbstnutzende Eigentümer mit niedrigem Einkommen bei 80 % bzw. 22.400 €.
- Grundförderung
- +30 %
- Geschwindigkeitsbonus
- +16 %
- Einkommensbonus
- bis +40 %
Die Boni werden addiert, nicht multipliziert, und insgesamt gedeckelt — bei 70 %, bei niedrigen Einkommen bei 80 %. Ob bei Ihnen einer, zwei oder alle drei Bausteine greifen, lässt sich erst mit Blick auf Heizungsalter, Einkommen und gewähltes Gerät sicher beurteilen.
BEISPIELRECHNUNG
So könnte es bei Ihnen aussehen
Drei Beispiele — Ihre Zahlen können abweichen, je nach Haus, Einkommen und gewählter Anlage.
Beispielrechnung
Paar, Haus von 1985, 20 Jahre alte Gasheizung
- Grundförderung
- 30 %
- Geschwindigkeitsbonus
- 16 %
- Fördersatz gesamt
- 46 %
Aus 28.000 € förderfähigen Kosten werden 15.120 € Eigenanteil.
Beispielrechnung
Familie, Einkommen unter 30.000 €, 22 Jahre alte Ölheizung
- Grundförderung
- 30 %
- Geschwindigkeitsbonus
- 16 %
- Einkommensbonus
- 40 %
- Fördersatz gesamt (gedeckelt)
- 80 %
Aus 28.000 € förderfähigen Kosten (Höchstgrenze) werden 5.600 € Eigenanteil.
Beispielrechnung
Einzelperson, mittleres Einkommen, funktionierende, 12 Jahre alte Gasheizung
- Nur Grundförderung
- 30 %
Aus 25.000 € förderfähigen Kosten werden 17.500 € Eigenanteil.
NÄCHSTER SCHRITT
So läuft der Antrag
- Angebot einholen und Vertrag mit Förderbedingung vereinbaren
- Antrag vor Vertragsschluss bei der KfW stellen
- Bewilligung abwarten
- Umsetzung und Verwendungsnachweis
Warum die Reihenfolge wichtig ist
Der Förderantrag muss bei der KfW gestellt sein, bevor Sie den Auftrag an den Fachbetrieb final erteilen. In der Praxis lösen die meisten Fachbetriebe das über Lieferverträge mit aufschiebender Bedingung — der Vertrag gilt erst, wenn die Förderzusage vorliegt. So verlieren Sie keine Zeit, ohne die Förderung zu riskieren.
Ein geprüfter Fachbetrieb aus der Region ist die Voraussetzung für Schritt 1. Über den Wärmepumpen-Check erhalten Sie auf Wunsch bis zu 5 Angebote von Fachbetrieben, die die Förderanforderungen kennen.
Meine Situation prüfenREGIONALE PROGRAMME
Manche Bundesländer und Kommunen legen etwas drauf
Zusätzlich zur bundesweiten Förderung bieten einzelne Bundesländer und Kommunen eigene Programme an — die Höhe und die Voraussetzungen unterscheiden sich stark und gelten nicht überall. Mit Ihrer Postleitzahl prüfen wir zweierlei zugleich: welche regionalen Programme an Ihrem Wohnort gelten und welche geprüften Fachbetriebe aus Ihrer Nachbarschaft dafür überhaupt infrage kommen.
Wärmepumpen-Check startenStand: Juli 2026 — berücksichtigt die BEG-Reform zum 21. Juli 2026. Förderbedingungen ändern sich. Wir prüfen den aktuellen Stand als Teil Ihrer persönlichen Einschätzung.
WEITERLESEN
Was eine Wärmepumpe insgesamt kostet
Anschaffung, Einbau und laufende Kosten — vor und nach Förderung.
Zu den KostenUnabhängig erklärt
Keine Herstellerbindung. Keine versteckten Kosten.
Sie erhalten zuerst eine verständliche Einschätzung. Erst danach entscheiden Sie, ob Sie persönliche Beratung möchten.
Keine Entscheidung ohne Klarheit.
Über den Wärmepumpen-Check erhalten Sie bis zu 5 Vergleichsangebote von Fachbetrieben, die die Förderanforderungen kennen — welche Bausteine bei Ihnen greifen, klären Sie direkt im Angebot.
Meine Situation prüfen