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Klar erklärt

Wärmepumpen, verständlich erklärt

Wie eine Wärmepumpe funktioniert, welche Arten es gibt und wann sie zu einem Haus passt — ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck. Diese Seite gibt Ihnen die Grundlagen, um die nächsten Schritte für Ihr Haus selbst einordnen zu können.

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So funktioniert es

Wie eine Wärmepumpe funktioniert

Umgebungswärme

Verdichtung

Heizwärme

Eine Wärmepumpe heizt nicht, indem sie Brennstoff verbrennt, sondern indem sie Wärme aus ihrer Umgebung aufnimmt — aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser — und auf ein Temperaturniveau anhebt, das für die Heizung nutzbar ist.

Dafür braucht sie Strom, aber deutlich weniger, als sie am Ende an Wärme liefert: Aus 1 kWh Strom werden je nach Anlage und Haus etwa 3 bis 4 kWh Wärme, bei Erdwärme- und Grundwasser-Anlagen auch mehr. Dieses Verhältnis, gemittelt über ein Jahr, nennt man Jahresarbeitszahl.

Je höher die Jahresarbeitszahl, desto günstiger heizt die Wärmepumpe im laufenden Betrieb. Wie hoch sie tatsächlich ausfällt, hängt stark vom einzelnen Haus ab — insbesondere davon, welche Vorlauftemperatur das Heizsystem braucht.

Warum ist das wichtig?

Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Fußbodenheizungen und großflächige Heizkörper kommen oft mit 35–45 °C aus, alte, kleine Heizkörper brauchen mitunter 55–65 °C — das lässt sich erst vor Ort sicher beurteilen.

Arten & Kosten

Die drei Arten im Überblick

Häufigste Wahl im Bestand

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Nutzt die Außenluft als Wärmequelle. Kein Bohren, kein Brunnen — deshalb meist unkomplizierter und günstiger im Einbau als die anderen beiden Arten, und in den meisten Sanierungen die naheliegende Wahl.

ca. 25.000–40.000 € inkl. Einbau, vor Förderung

Typische Jahresarbeitszahl3,0–4,0

Voraussichtlich passend, wenn ein Fachbetrieb die nötige Vorlauftemperatur im machbaren Bereich einschätzt — das trifft auf einen großen Teil des Bestands zu.

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Auch Erdwärmepumpe genannt: entzieht dem Erdreich über eine Bohrung oder einen Flächenkollektor Wärme. Höhere Anschaffungskosten, dafür meist eine höhere und konstantere Effizienz als bei Luft-Wärmepumpen.

ca. 30.000–42.000 € inkl. Bohrung oder Flächenkollektor

Typische Jahresarbeitszahl4,0–4,8

Voraussichtlich passend, wenn genug Grundstücksfläche vorhanden ist und die Untere Wasserbehörde die Bohrung genehmigt.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Nutzt Grundwasser als Wärmequelle über einen Förder- und einen Schluckbrunnen. Meist etwas effizienter als die anderen beiden Arten, in der Praxis aber selten, da sie an ergiebiges Grundwasser und eine Genehmigung gebunden ist.

ca. 28.000–45.000 € inkl. Förder- und Schluckbrunnen

Typische Jahresarbeitszahl4,5–5,5

Voraussichtlich passend, wenn ergiebiges, geeignetes Grundwasser vorhanden ist und die zuständige Behörde die Nutzung genehmigt — regional sehr unterschiedlich.

Darauf kommt es an

Passt eine Wärmepumpe zu Ihrem Haus?

Vier Faktoren bestimmen vor allem, wie gut eine Wärmepumpe zu einem Haus passt. Ein Fachbetrieb kann sie bei einer Vor-Ort-Begehung verlässlich einschätzen.

Dämmung

Je besser gedämmt, desto geringer der Wärmebedarf des Hauses — und desto leichter erreicht die Wärmepumpe eine gute Effizienz.

Heizkörperflächen

Fußbodenheizungen und großflächige Heizkörper verteilen Wärme bereits bei niedriger Vorlauftemperatur im Raum.

Vorlauftemperatur

Die entscheidende Zahl für die Effizienz. Ein Fachbetrieb ermittelt sie mit einer Heizlastberechnung vor Ort.

Aufstellort

Innen, außen oder im Keller — abhängig vom Wärmepumpentyp, den baulichen Gegebenheiten und dem Schallschutz zu Nachbargrundstücken.

Vom Altbau bis zum Neubau — entscheidend ist der Wärmebedarf, nicht das Baujahr allein.

Vor 1950
1950–1979
1980–1999
2000–2015
Nach 2015
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Gut zu wissen

Häufige Fragen

Ist eine Wärmepumpe laut?

Moderne Luft-Wärmepumpen sind deutlich leiser als frühere Modelle, aber hörbar. Der Aufstellort entscheidet maßgeblich über die Wahrnehmung — Abstand zu Schlafzimmern und Nachbargrundstücken lässt sich in der Regel gut planen.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Winter bei sehr niedrigen Temperaturen?

Ja. Moderne Luft-Wärmepumpen liefern auch bei Minusgraden zuverlässig Wärme, die Effizienz sinkt an sehr kalten Tagen etwas. In Regionen mit häufigem starkem Frost unterstützt oft ein elektrischer Heizstab an den kältesten Tagen des Jahres.

Muss ich alte Heizkörper austauschen?

Nicht zwingend. Häufig reicht es, einzelne, besonders kleine Heizkörper zu vergrößern, damit die Vorlauftemperatur niedrig bleiben kann. Ob und in welchem Umfang, lässt sich erst vor Ort sicher beurteilen.

Wie lange hält eine Wärmepumpe?

Je nach Wartung und Nutzung meist 15 bis 20 Jahre — eine ähnliche Lebensdauer wie bei anderen modernen Heizsystemen.

Kann ich eine Wärmepumpe mit eigener Stromerzeugung kombinieren?

Grundsätzlich ja: Strom aus einer eigenen Erzeugungsanlage kann einen Teil des Wärmepumpenstroms decken, besonders in den sonnenreicheren Monaten. Ob und in welchem Umfang sich das für Ihr Haus lohnt, hängt von vielen individuellen Faktoren ab.

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