Zum Inhalt springen

Ratgeber · Wärmepumpe

Infrarotheizung Kosten 2026: Preise und Stromverbrauch berechnen

Was eine Infrarotheizung 2026 wirklich kostet: Anschaffung, Stromverbrauch, Betriebskosten und der ehrliche Vergleich zu Gasheizung und Wärmepumpe.

Von wärmepumpen-preise.de Redaktion · Unabhängige Wärmepumpen-Beratung8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Infrarotheizung kostet 2026 zwischen 100 und 750 Euro pro Paneel in der Anschaffung, dazu kommen Thermostate und Elektroinstallation. Die Betriebskosten hängen fast vollständig vom Gebäudedämmstandard und vom Strompreis ab.
  • Anschaffung: Die Kosten hängen stark von Leistung, Anzahl der Paneele und Oberflächenmaterial ab; Thermostate und Elektroinstallation kommen hinzu.
  • Strompreis 2026: durchschnittlich 37,0 Ct/kWh für Haushalte (BDEW), damit günstiger als im Vorjahr.
  • Jahresbetriebskosten: Sie hängen fast vollständig vom Gebäudedämmstandard ab und steigen im unsanierten Altbau deutlich gegenüber einem Neubau.
  • Vergleich über 20 Jahre: Eine Infrarotheizung ist laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz "ein sehr teures Heizsystem" gegenüber Gasheizung und Wärmepumpe.
  • Förderung: Keine KfW-Zuschüsse für Stromdirektheizungen im Programm 458 (Stand ab 21.07.2026).
Stand: 15.07.2026

Was kostet eine Infrarotheizung in der Anschaffung?

Eine Infrarotheizung wird in der Anschaffung je Paneel nach Leistung und Oberflächenmaterial preislich gestaffelt, wobei Basismodelle aus Stahl oder Aluminium am günstigsten und Premiumausführungen aus Keramik oder Naturstein am teuersten sind. Eine Komplettausstattung für eine ganze Wohnung umfasst neben den Paneelen zusätzlich Thermostate und Elektroinstallation.
Das Oberflächenmaterial bestimmt neben der Optik auch den Emissionsgrad und damit die Wärmeabgabe:

Material

Emissionsgrad ε

Typische Anwendung

Keramik (matt)

0,94–0,96

Wohnräume, Flure

ESG-Glas (beschichtet)

0,84–0,95

Büros, moderne Wohnkonzepte

Naturstein (Granit/Marmor)

0,90–0,95

Exklusive Wohnbereiche

Metall (pulverbeschichtet)

0,88–0,93

Werkstatt, einfache Räume

Spiegel

0,84–0,90

Badezimmer (Kondensationsschutz)

Nach Leistungsklasse gestaffelt ergeben sich folgende Paneelpreise:
Höhere Leistungsklassen und hochwertigere Oberflächen erhöhen den Paneelpreis, während einfache Basismodelle in niedrigeren Leistungsklassen am günstigsten bleiben.
Hinzu kommen Steuerungstechnik und Elektroinstallation: ein Funk- oder Matter-kompatibles Thermostat pro Raum, die Wandmontage je Paneel sowie gegebenenfalls neue Leitungen im Altbau. Da Infrarotpaneele kein Warmwasser erzeugen, kommt bei Bedarf zusätzlich ein Durchlauferhitzer hinzu.
Zum Vergleich: Eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus verursacht deutlich höhere Anschaffungskosten, reduziert sich aber durch die KfW-Förderung 2026 auf einen niedrigeren Betrag.

Wie berechnet man den Stromverbrauch einer Infrarotheizung?

Der Stromverbrauch einer Infrarotheizung berechnet sich aus installierter Leistung, täglicher Heizzeit, Anzahl der Heiztage und der effektiven Thermostat-Laufzeit. Da Infrarotpaneele durch das Thermostat geregelt werden und nicht dauerhaft auf voller Leistung laufen, liegt die tatsächliche effektive Einschaltdauer unter der nominellen Heizzeit.
Jahresverbrauch (kWh) = installierte Leistung (kW) × tägliche Heizzeit (h) × Heiztage × Thermostat-Effektivfaktor
Rechenbeispiel für 100 m² Neubau: Bei einer installierten Leistung von 6 kW, 8 Stunden täglicher Heizzeit, einem Effektivfaktor von 80 Prozent (also 4,8 effektiven Stunden) und 180 Heiztagen ergibt sich: 6 kW × 4,8 h × 180 Tage = 5.184 kWh pro Jahr.
Die installierte Leistung selbst richtet sich nach dem Gebäudetyp:

Gebäudetyp

Spezifische Heizlast

Bedarf bei 100 m²

Passivhaus / Niedrigenergiehaus

20–35 W/m²

2,0–3,5 kW

Neubau (aktueller Standard)

40–60 W/m²

4,0–6,0 kW

Sanierter Altbau (moderat)

70–90 W/m²

7,0–9,0 kW

Unsanierter Altbau

100–140 W/m²

10,0–14,0 kW

Ein unsanierter Altbau benötigt damit deutlich mehr installierte Leistung als ein Passivhaus – der Jahresverbrauch skaliert entsprechend.

Was kostet eine Infrarotheizung pro Stunde, Monat und Jahr?

Ein 1.000-Watt-Paneel kostet bei einem Strompreis von 37 Ct/kWh etwa 0,37 Euro pro Betriebsstunde. Bei fünf Stunden täglichem Betrieb über 30 Tage entstehen Monatskosten von rund 56 Euro; über eine 200-tägige Heizsaison ergeben sich Jahreskosten von etwa 370 Euro für dieses eine Paneel.
Kosten pro Stunde nach Paneel-Leistung, berechnet mit dem BDEW-Durchschnittspreis 2026 von 37 Ct/kWh:

Paneel-Leistung

Kosten pro Stunde

300 W

0,11 €/h

600 W

0,22 €/h

800 W

0,30 €/h

1.000 W

0,37 €/h

1.200 W

0,44 €/h

1.500 W

0,56 €/h

Für eine ganze Wohnung skalieren die Jahreskosten mit Fläche und Gebäudetyp deutlich:

Wärmepumpen-Check

Gilt das auch für Ihr Haus?

Finden Sie in wenigen Minuten heraus, was für Ihre Situation realistisch ist.

Fläche

Heizlast (Neubau, ~50 W/m²)

Jahresverbrauch

Jahreskosten (37 Ct/kWh)

20 m²

1,0 kW

ca. 860 kWh

ca. 318 €

50 m²

2,5 kW

ca. 2.160 kWh

ca. 799 €

80 m²

4,0 kW

ca. 3.460 kWh

ca. 1.280 €

100 m²

5,0 kW

ca. 4.320 kWh

ca. 1.598 €

Diese Werte gelten für gut gedämmte Neubauten. Im unsanierten Altbau steigen die Jahreskosten wegen der deutlich höheren Heizlast erheblich gegenüber diesen Werten an.

Wie hoch ist der Strompreis 2026 für Infrarotheizungen?

Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis liegt 2026 laut BDEW bei 37,0 Ct/kWh und damit unter dem Vorjahreswert. Da eine Infrarotheizung als Stromdirektheizung ausschließlich Netzstrom (oder Solarstrom) in Wärme umwandelt, bestimmt dieser Preis die Betriebskosten fast vollständig.
Der BDEW hält fest: "Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte ist 2026 im Vergleich zum Vorjahr gesunken und beträgt bisher durchschnittlich 37,0 ct/kWh." Viele ältere Kostenrechner im Web verwenden noch Werte zwischen 27 und 41 Ct/kWh aus 2024 oder 2025 – für 2026 ist der BDEW-Wert die aktuelle Referenz. Regionale Grundversorgungstarife können darüber liegen, während Ökostrom- oder dynamische Tarife teils darunter liegen.

Ist eine Infrarotheizung günstiger als Gasheizung oder Wärmepumpe?

Eine Infrarotheizung ist über die Lebensdauer betrachtet teurer als Gasheizung oder Wärmepumpe, weil sie Strom im Verhältnis 1:1 in Wärme umwandelt, während eine Wärmepumpe aus derselben Kilowattstunde Strom ein Mehrfaches an Wärme erzeugt. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz verglich beide Systeme für ein 150-m²-Haus und kam zu einem eindeutigen Ergebnis.
Hans Weinreuter, Fachbereichsleiter Energie und Bauen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, fasst es so zusammen: "Über 20 Jahre betrachtet ist eine Infrarotheizung ein sehr teures Heizsystem."
Im direkten Vergleich für ein 150-m²-Gebäude ermittelte die Verbraucherzentrale im ersten Betriebsjahr 4.970 Euro Kosten für die Infrarotheizung gegenüber 2.000 Euro für eine Gasheizung.
Der Grund liegt im physikalischen Wirkungsgrad: Eine Infrarotheizung erzeugt aus 1 kWh Strom rund 1 kWh Wärme, eine moderne Wärmepumpe erzeugt aus derselben Menge Strom mehrere Kilowattstunden Wärme. Dieser strukturelle Unterschied lässt sich durch bessere Steuerung oder günstigere Tarife abschwächen, aber nicht aufheben.

Für welchen Gebäudetyp lohnt sich eine Infrarotheizung?

Eine Infrarotheizung lohnt sich wirtschaftlich vor allem in sehr gut gedämmten Gebäuden mit niedriger Heizlast, weniger dagegen in unsanierten Altbauten mit hohem Wärmebedarf. Der Effizienzhaus-Standard des Gebäudes ist damit der wichtigste Entscheidungsfaktor.
  • Passivhaus / Effizienzhaus 40: Sehr niedrige Heizlast, absolute Jahreskosten vergleichsweise gering – wirtschaftlich vertretbar.
  • Neubau nach aktuellem Standard: Moderate Heizlast, Jahreskosten spürbar höher als bei Wärmepumpe, aber planbar.
  • Sanierter Altbau (moderat): Höhere Heizlast, Betriebskosten steigen deutlich – Einzelfallprüfung nötig.
  • Unsanierter Altbau: Hohe Heizlast macht Infrarot als alleinige Hauptheizung unwirtschaftlich.

Was sagt das GEG 2026 zur Infrarotheizung (Stromdirektheizung)?

Das Gebäudeenergiegesetz erlaubt Stromdirektheizungen wie die Infrarotheizung nur unter bestimmten Wärmeschutz-Voraussetzungen, die in § 71d GEG festgelegt sind. Für Neubauten und Bestandsgebäude gelten unterschiedliche Schwellenwerte.
Der Gesetzestext von § 71d GEG legt fest: "Eine Stromdirektheizung darf in einem zu errichtenden Gebäude … nur eingebaut oder aufgestellt werden, wenn das Gebäude die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz nach den §§ 16 und 19 um mindestens 45 Prozent unterschreitet." Für Bestandsgebäude gilt eine Unterschreitung von mindestens 30 Prozent, bei wasserführenden Systemen 45 Prozent.
Die Stromdirektheizung nach § 71d gilt dabei als pauschale Erfüllungsoption der 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Pflicht, ohne dass ein separater rechnerischer Nachweis notwendig ist.

Gibt es KfW-Förderung für Infrarotheizungen 2026?

Nein, Infrarotheizungen erhalten keine direkte KfW-Förderung. Im KfW-Förderprogramm 458 zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zählen reine Stromdirektheizungen nicht zu den förderfähigen Heizungsarten.
Das gilt auch nach den Anpassungen der BEG-Heizungsförderung, die ab 21.07.2026 in Kraft treten: Die KfW-Förderung 2026 sieht dort eine Grundförderung von 30 Prozent und einen Höchstbetrag der förderfähigen Kosten von 28.000 Euro für die erste Wohneinheit vor – jedoch ausschließlich für förderfähige Heizungstechnologien wie Wärmepumpen, nicht für Stromdirektheizungen. Wer eine Infrarotheizung als alleinige Heizlösung plant, muss die Investition daher vollständig selbst tragen.

Lohnt sich eine Infrarotheizung mit Photovoltaik?

Eine Infrarotheizung mit eigener Photovoltaikanlage kann wirtschaftlicher werden, weil der selbst erzeugte Solarstrom deutlich günstiger ist als Netzstrom. Das Problem: Der solare Ertrag ist im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, am geringsten.

Wärmepumpen-Check

Wie sieht die Rechnung für Ihr Haus aus?

Beantworten Sie ein paar Fragen zu Ihrem Haus — wir ordnen Kosten und Förderung für Ihre Situation ein.

Wird ein Teil des Heizstroms durch Photovoltaik gedeckt, sinkt der effektive Strompreis für diesen Anteil erheblich gegenüber dem Netzbezug von rund 37 Ct/kWh. Allerdings sinkt der solare Deckungsgrad in den Monaten Dezember und Januar typischerweise auf einen niedrigen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich – genau dann, wenn Infrarotpaneele am meisten laufen. Ein Batteriespeicher kann Überschüsse aus sonnenreichen Tagen in die Abendstunden verschieben, gleicht aber keinen mehrmonatigen Wintermangel aus. In gut gedämmten Gebäuden mit großer PV-Anlage verbessert die Kombination die Wirtschaftlichkeit spürbar, ohne den strukturellen Nachteil gegenüber einer Wärmepumpe mit PV vollständig auszugleichen.

Wie senkt ein Smart-Thermostat die Betriebskosten einer Infrarotheizung?

Ein Smart-Thermostat senkt die Betriebskosten einer Infrarotheizung durch Präsenzerkennung, raumweise Zonierung und Nachtabsenkung, weil die Regelung die größte Stellschraube nach der Gebäudedämmung ist. Moderne Thermostate sind zunehmend über den Matter-Standard herstellerübergreifend kompatibel.
Zu den wirksamsten Maßnahmen zählen:
  • Nachtabsenkung um mehrere Grad über mehrere Stunden.
  • Abwesenheitsregelung über Geofencing oder Präsenzsensoren.
  • Dynamische Tarifsteuerung, die Heizphasen in günstige Strompreisstunden verlegt.
In Kombination erschließen diese drei Maßnahmen ein spürbares Einsparpotenzial gegenüber einem ungeregelten Betrieb – die exakte Höhe hängt vom individuellen Nutzungsverhalten ab.

Wie hoch ist der CO₂-Ausstoß einer Infrarotheizung?

Der CO₂-Ausstoß einer Infrarotheizung ergibt sich direkt aus dem CO₂-Emissionsfaktor des deutschen Strommixes, da das System ausschließlich mit Strom betrieben wird. Dieser Faktor sinkt seit Jahren kontinuierlich.
Das Umweltbundesamt beziffert den Wert für 2025 auf 344 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde Strom, gegenüber 353 Gramm im Jahr 2024 und 379 Gramm im Jahr 2023. Wörtlich heißt es: "Pro Kilowattstunde des in Deutschland verbrauchten Stroms wurden im Jahr 2025 bei der Erzeugung durchschnittlich 344 Gramm CO2 ausgestoßen." Für eine Infrarotheizung mit einem Jahresverbrauch von beispielsweise 5.000 kWh ergibt das einen CO₂-Ausstoß von rund 1,7 Tonnen jährlich – ein Wert, der mit dem weiteren Rückgang des Emissionsfaktors im deutschen Strommix tendenziell weiter sinkt.

Für wen lohnt sich die Infrarotheizung – und für wen nicht?

Die Infrarotheizung eignet sich für Nutzungsszenarien mit niedrigem Wärmebedarf oder punktuellem Einsatz, nicht als Hauptheizung in schlecht gedämmten Gebäuden. Die Zielgruppe entscheidet über die Wirtschaftlichkeit stärker als jedes andere Kriterium.
Wirtschaftlich sinnvoll:
  • Passivhaus und Effizienzhaus-40-Neubau mit sehr niedriger Heizlast.
  • Badezimmer als Zusatzheizung (Spiegelheizung), die eine separate Handtuchheizung ersetzt.
  • Etagenwohnung ohne Aufstellmöglichkeit für eine Wärmepumpe.
  • Ferienwohnung mit seltener Nutzung, da keine Wartung und keine Frostschutz-Problematik anfällt.
  • Gebäude mit großer Photovoltaikanlage und hohem Eigenverbrauchsanteil.
Wirtschaftlich nicht empfehlenswert:
  • Unsanierter Altbau als alleinige Hauptheizung wegen des hohen Jahresverbrauchs.
  • Großes Einfamilienhaus ohne Photovoltaik, wo die Betriebskostenlücke zur Wärmepumpe über die Nutzungsdauer dominiert.

Worauf sollte man beim Kauf einer Infrarotheizung achten?

Beim Kauf einer Infrarotheizung sollten Käufer auf zertifizierten Strahlungswirkungsgrad, Garantiezeit und professionelle Dimensionierung achten, um spätere Betriebskostenüberraschungen zu vermeiden. Die Norm DIN EN IEC 60675-3 definiert dabei den Mindeststandard.
  • Strahlungswirkungsgrad: Zertifikat nach DIN EN IEC 60675-3 verlangen; nur Geräte über dem Normschwellenwert dürfen sich "Infrarotheizung" nennen.
  • Garantie: Mehrjährige Herstellergarantie auf das Heizelement bevorzugen.
  • Steuerung: Matter-kompatibles Thermostat für Smart-Home-Integration wählen.
  • Dimensionierung: Professionelle Heizlastberechnung statt pauschaler Herstellerangaben verwenden.
  • Normkonformität: CE-Kennzeichnung und geeignete Schutzklasse für Feuchträume prüfen.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Infrarotheizung pro Monat?

Ein einzelnes 1.000-Watt-Paneel kostet bei fünf Stunden täglichem Betrieb und 37 Ct/kWh etwa **56 Euro pro Monat**. Für eine komplette 100-m²-Wohnung mit mehreren Paneelen liegen die Monatskosten während der Heizsaison deutlich höher, abhängig vom Dämmstandard.

Was kostet eine Infrarotheizung pro Stunde?

Ein 800-Watt-Paneel kostet bei 37 Ct/kWh etwa **0,30 Euro pro Stunde**, ein 1.000-Watt-Paneel etwa **0,37 Euro**, ein 1.200-Watt-Paneel etwa **0,44 Euro**. Die genaue Berechnung folgt der im Abschnitt zur Stromverbrauchsberechnung erläuterten Formel.

Lohnt sich eine Infrarotheizung für 100 m²?

Als alleinige Hauptheizung im unsanierten Altbau lohnt sich eine Infrarotheizung für 100 m² wirtschaftlich nicht, weil die Jahreskosten die einer Gasheizung oder Wärmepumpe deutlich übersteigen. Im Passivhaus oder Effizienzhaus-40-Neubau kann sie dagegen konkurrenzfähig sein.

Sind Infrarotheizungen 2026 noch erlaubt?

Ja, Infrarotheizungen sind 2026 grundsätzlich erlaubt, unterliegen aber den Wärmeschutz-Schwellenwerten nach § 71d GEG: Neubauten müssen den baulichen Wärmeschutz um mindestens 45 Prozent unterschreiten, Bestandsgebäude um mindestens 30 Prozent.

Wie viel Strom verbraucht eine Infrarotheizung pro Jahr?

Der Jahresverbrauch hängt vollständig vom Gebäude ab: Ein Passivhaus mit 100 m² benötigt etwa 2.500 bis 3.500 kWh, ein Neubau nach aktuellem Standard etwa 4.000 bis 6.500 kWh, ein unsanierter Altbau 10.000 bis 17.000 kWh pro Jahr.

Was kostet eine Infrarotheizung für 50 m²?

Die Anschaffung für 50 m² fällt entsprechend geringer aus als für eine 100-m²-Wohnung, da weniger Paneele benötigt werden; Thermostate und Installation kommen zusätzlich hinzu. Die Jahresbetriebskosten liegen bei Neubaustandard deutlich niedriger als im Altbau.

Gibt es Förderung für Infrarotheizungen?

Nein, im KfW-Förderprogramm 458 der Bundesförderung für effiziente Gebäude sind Stromdirektheizungen wie Infrarotheizungen von der Heizungsförderung ausgeschlossen, auch nach den ab 21.07.2026 geltenden Anpassungen.

Was sagt die Verbraucherzentrale zu Infrarotheizungen?

Hans Weinreuter, Fachbereichsleiter Energie und Bauen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, erklärt: **"Über 20 Jahre betrachtet ist eine Infrarotheizung ein sehr teures Heizsystem."** Diese Einschätzung stützt sich auf einen direkten Kostenvergleich mit einer Gasheizung.

Quellen

  1. BDEW — BDEW-Strompreisanalyse
  2. Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz — Gasheizung oder Infrarotheizung?
  3. Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de) — § 71d GEG
  4. Umweltbundesamt — CO₂-Emissionen pro Kilowattstunde Strom 2025
  5. KfW — Anpassungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude 2026

Redaktion

wärmepumpen-preise.de Redaktion

Unabhängige Wärmepumpen-Beratung

Die wärmepumpen-preise.de-Redaktion prüft jeden Ratgeber auf fachliche Richtigkeit — auf Basis der aktuellen BEG-Förderrichtlinien, technischer Normen und Erfahrungswerten aus realen Wärmepumpen-Projekten in Deutschland. Wir arbeiten herstellerunabhängig und verkaufen keine Anlagen.

Wärmepumpen-Check

Passt eine Wärmepumpe zu Ihrem Haus?

Prüfen Sie Ihre Situation in wenigen Minuten — kostenlos und unverbindlich.

Teilen