Das Wichtigste in Kürze
- Eine Infrarotheizung kostet 2026 zwischen 100 und 750 Euro pro Paneel in der Anschaffung, dazu kommen Thermostate und Elektroinstallation. Die Betriebskosten hängen fast vollständig vom Gebäudedämmstandard und vom Strompreis ab.
- Anschaffung: Die Kosten hängen stark von Leistung, Anzahl der Paneele und Oberflächenmaterial ab; Thermostate und Elektroinstallation kommen hinzu.
- Strompreis 2026: durchschnittlich 37,0 Ct/kWh für Haushalte (BDEW), damit günstiger als im Vorjahr.
- Jahresbetriebskosten: Sie hängen fast vollständig vom Gebäudedämmstandard ab und steigen im unsanierten Altbau deutlich gegenüber einem Neubau.
- Vergleich über 20 Jahre: Eine Infrarotheizung ist laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz "ein sehr teures Heizsystem" gegenüber Gasheizung und Wärmepumpe.
- Förderung: Keine KfW-Zuschüsse für Stromdirektheizungen im Programm 458 (Stand ab 21.07.2026).
Was kostet eine Infrarotheizung in der Anschaffung?
Material | Emissionsgrad ε | Typische Anwendung |
Keramik (matt) | 0,94–0,96 | Wohnräume, Flure |
ESG-Glas (beschichtet) | 0,84–0,95 | Büros, moderne Wohnkonzepte |
Naturstein (Granit/Marmor) | 0,90–0,95 | Exklusive Wohnbereiche |
Metall (pulverbeschichtet) | 0,88–0,93 | Werkstatt, einfache Räume |
Spiegel | 0,84–0,90 | Badezimmer (Kondensationsschutz) |
Wie berechnet man den Stromverbrauch einer Infrarotheizung?
Gebäudetyp | Spezifische Heizlast | Bedarf bei 100 m² |
Passivhaus / Niedrigenergiehaus | 20–35 W/m² | 2,0–3,5 kW |
Neubau (aktueller Standard) | 40–60 W/m² | 4,0–6,0 kW |
Sanierter Altbau (moderat) | 70–90 W/m² | 7,0–9,0 kW |
Unsanierter Altbau | 100–140 W/m² | 10,0–14,0 kW |
Was kostet eine Infrarotheizung pro Stunde, Monat und Jahr?
Paneel-Leistung | Kosten pro Stunde |
300 W | 0,11 €/h |
600 W | 0,22 €/h |
800 W | 0,30 €/h |
1.000 W | 0,37 €/h |
1.200 W | 0,44 €/h |
1.500 W | 0,56 €/h |
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Fläche | Heizlast (Neubau, ~50 W/m²) | Jahresverbrauch | Jahreskosten (37 Ct/kWh) |
20 m² | 1,0 kW | ca. 860 kWh | ca. 318 € |
50 m² | 2,5 kW | ca. 2.160 kWh | ca. 799 € |
80 m² | 4,0 kW | ca. 3.460 kWh | ca. 1.280 € |
100 m² | 5,0 kW | ca. 4.320 kWh | ca. 1.598 € |
Wie hoch ist der Strompreis 2026 für Infrarotheizungen?
Ist eine Infrarotheizung günstiger als Gasheizung oder Wärmepumpe?
Für welchen Gebäudetyp lohnt sich eine Infrarotheizung?
- Passivhaus / Effizienzhaus 40: Sehr niedrige Heizlast, absolute Jahreskosten vergleichsweise gering – wirtschaftlich vertretbar.
- Neubau nach aktuellem Standard: Moderate Heizlast, Jahreskosten spürbar höher als bei Wärmepumpe, aber planbar.
- Sanierter Altbau (moderat): Höhere Heizlast, Betriebskosten steigen deutlich – Einzelfallprüfung nötig.
- Unsanierter Altbau: Hohe Heizlast macht Infrarot als alleinige Hauptheizung unwirtschaftlich.
Was sagt das GEG 2026 zur Infrarotheizung (Stromdirektheizung)?
Gibt es KfW-Förderung für Infrarotheizungen 2026?
Lohnt sich eine Infrarotheizung mit Photovoltaik?
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Wie senkt ein Smart-Thermostat die Betriebskosten einer Infrarotheizung?
- Nachtabsenkung um mehrere Grad über mehrere Stunden.
- Abwesenheitsregelung über Geofencing oder Präsenzsensoren.
- Dynamische Tarifsteuerung, die Heizphasen in günstige Strompreisstunden verlegt.
Wie hoch ist der CO₂-Ausstoß einer Infrarotheizung?
Für wen lohnt sich die Infrarotheizung – und für wen nicht?
- Passivhaus und Effizienzhaus-40-Neubau mit sehr niedriger Heizlast.
- Badezimmer als Zusatzheizung (Spiegelheizung), die eine separate Handtuchheizung ersetzt.
- Etagenwohnung ohne Aufstellmöglichkeit für eine Wärmepumpe.
- Ferienwohnung mit seltener Nutzung, da keine Wartung und keine Frostschutz-Problematik anfällt.
- Gebäude mit großer Photovoltaikanlage und hohem Eigenverbrauchsanteil.
- Unsanierter Altbau als alleinige Hauptheizung wegen des hohen Jahresverbrauchs.
- Großes Einfamilienhaus ohne Photovoltaik, wo die Betriebskostenlücke zur Wärmepumpe über die Nutzungsdauer dominiert.
Worauf sollte man beim Kauf einer Infrarotheizung achten?
- Strahlungswirkungsgrad: Zertifikat nach DIN EN IEC 60675-3 verlangen; nur Geräte über dem Normschwellenwert dürfen sich "Infrarotheizung" nennen.
- Garantie: Mehrjährige Herstellergarantie auf das Heizelement bevorzugen.
- Steuerung: Matter-kompatibles Thermostat für Smart-Home-Integration wählen.
- Dimensionierung: Professionelle Heizlastberechnung statt pauschaler Herstellerangaben verwenden.
- Normkonformität: CE-Kennzeichnung und geeignete Schutzklasse für Feuchträume prüfen.
FAQ
Häufige Fragen
Was kostet eine Infrarotheizung pro Monat?
Ein einzelnes 1.000-Watt-Paneel kostet bei fünf Stunden täglichem Betrieb und 37 Ct/kWh etwa **56 Euro pro Monat**. Für eine komplette 100-m²-Wohnung mit mehreren Paneelen liegen die Monatskosten während der Heizsaison deutlich höher, abhängig vom Dämmstandard.
Was kostet eine Infrarotheizung pro Stunde?
Ein 800-Watt-Paneel kostet bei 37 Ct/kWh etwa **0,30 Euro pro Stunde**, ein 1.000-Watt-Paneel etwa **0,37 Euro**, ein 1.200-Watt-Paneel etwa **0,44 Euro**. Die genaue Berechnung folgt der im Abschnitt zur Stromverbrauchsberechnung erläuterten Formel.
Lohnt sich eine Infrarotheizung für 100 m²?
Als alleinige Hauptheizung im unsanierten Altbau lohnt sich eine Infrarotheizung für 100 m² wirtschaftlich nicht, weil die Jahreskosten die einer Gasheizung oder Wärmepumpe deutlich übersteigen. Im Passivhaus oder Effizienzhaus-40-Neubau kann sie dagegen konkurrenzfähig sein.
Sind Infrarotheizungen 2026 noch erlaubt?
Ja, Infrarotheizungen sind 2026 grundsätzlich erlaubt, unterliegen aber den Wärmeschutz-Schwellenwerten nach § 71d GEG: Neubauten müssen den baulichen Wärmeschutz um mindestens 45 Prozent unterschreiten, Bestandsgebäude um mindestens 30 Prozent.
Wie viel Strom verbraucht eine Infrarotheizung pro Jahr?
Der Jahresverbrauch hängt vollständig vom Gebäude ab: Ein Passivhaus mit 100 m² benötigt etwa 2.500 bis 3.500 kWh, ein Neubau nach aktuellem Standard etwa 4.000 bis 6.500 kWh, ein unsanierter Altbau 10.000 bis 17.000 kWh pro Jahr.
Was kostet eine Infrarotheizung für 50 m²?
Die Anschaffung für 50 m² fällt entsprechend geringer aus als für eine 100-m²-Wohnung, da weniger Paneele benötigt werden; Thermostate und Installation kommen zusätzlich hinzu. Die Jahresbetriebskosten liegen bei Neubaustandard deutlich niedriger als im Altbau.
Gibt es Förderung für Infrarotheizungen?
Nein, im KfW-Förderprogramm 458 der Bundesförderung für effiziente Gebäude sind Stromdirektheizungen wie Infrarotheizungen von der Heizungsförderung ausgeschlossen, auch nach den ab 21.07.2026 geltenden Anpassungen.
Was sagt die Verbraucherzentrale zu Infrarotheizungen?
Hans Weinreuter, Fachbereichsleiter Energie und Bauen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, erklärt: **"Über 20 Jahre betrachtet ist eine Infrarotheizung ein sehr teures Heizsystem."** Diese Einschätzung stützt sich auf einen direkten Kostenvergleich mit einer Gasheizung.
Quellen
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