Stand: 25.08.2026
Die Midea PortaSplit ist ein mobiles Split-Klimagerät mit Wärmepumpenfunktion, dessen Außeneinheit über eine schmale Fensterdurchführung nach draußen geführt wird, statt in eine Wandöffnung eingebaut zu werden. Ein Monoblock-Klimagerät vereint Verdichter, Verdampfer und Verflüssiger dagegen in einem einzigen Gehäuse im Raum und benötigt nur einen Abluftschlauch nach außen. Die PortaSplit trennt die wärmeerzeugenden Komponenten räumlich in ein Innen- und ein Außengerät und folgt damit dem Prinzip klassischer Split-Klimaanlagen, bleibt aber mobil und ohne feste Montage nutzbar.
Hersteller der PortaSplit ist die Midea Group, ein chinesischer Mischkonzern mit Schwerpunkt Haushaltsgeräte und Klimatechnik. Stiftung Warentest hat gezeigt, dass mobile Split-Geräte wie die PortaSplit eine Effizienz auf dem Niveau mancher fester Splitgeräte erreichen können — ein Effizienzniveau, das Monoblock-Geräte laut demselben Testprogramm typischerweise nicht erzielen. Der Name „Fenster-Wärmepumpe" führt in Deutschland fast ausschließlich zur PortaSplit, da eine baugleich benannte, fest eingebaute Fenstereinbau-Wärmepumpe für den deutschen Markt nicht angeboten wird.
Midea vertreibt die PortaSplit in Deutschland als mobiles Split-Klimagerät mit Wärmepumpenfunktion; die konkrete Modellzahl und -bezeichnung variiert je nach Handelskanal. Die folgende Tabelle ordnet die für den deutschen Markt relevanten Varianten ein.
Modell | Bauform | Verfügbarkeit Deutschland |
Midea PortaSplit | Mobiles Split-Klimagerät mit Fensterdurchführung | Ja — einzige in Deutschland vertriebene Variante |
Midea U (PWHP) | Fest eingebautes Fenstermodul für US-Schiebefenster | Nein — ausschließlich US-Markt |
Die Midea U, technisch als Packaged Window Heat Pump bezeichnet, ist für US-amerikanische Schiebefenster konzipiert und daher mit deutschen Kipp- und Drehfenstern nicht kompatibel. Für den deutschen Markt bleibt die PortaSplit damit die einzige real erhältliche Fenster-Wärmepumpen-Lösung von Midea.
SEER (saisonale Kühleffizienz) und SCOP (saisonale Heizeffizienz) beschreiben die technische Effizienz von Klimageräten wie der PortaSplit, beide normiert nach EN 14825. Stiftung Warentest hat im Effizienzvergleich mobiler Klimaanlagen festgestellt, dass die PortaSplit eine Effizienz auf dem Niveau mancher fester Splitgeräte erreicht — ein Ergebnis, das die Testorganisation ausdrücklich hervorhebt, da mobile Monoblock-Geräte diesen Wert im selben Testprogramm meist deutlich unterschreiten.
Formel: SCOP = abgegebene Wärmemenge über die Heizsaison ÷ eingesetzte elektrische Energie über die Heizsaison
R32 oder das natürliche Kältemittel R290 (Propan) kommen bei Klimageräten dieser Geräteklasse üblicherweise zum Einsatz; beide gelten als gängige Standards für kompakte Split- und Monoblockgeräte. Ein direkter Effizienzvergleich mit zentralen Gebäude-Wärmepumpen ist nur eingeschränkt aussagekräftig, da die PortaSplit einen einzelnen Raum statt eines gesamten Gebäudes versorgt.
39 dB(A) misst Stiftung Warentest im Silent-Modus der PortaSplit — dieser Wert stammt aus dem offiziellen Testprogramm und gilt damit als der belastbarste öffentlich verifizierte Lautstärkewert für das Gerät. Die folgende Übersicht ordnet die verfügbaren Werte ein.
Quelle | Betriebsmodus | Gemessener/angegebener Wert |
Stiftung Warentest | Silent-Modus | 39 dB(A) |
Stiftung Warentest (Folgetest, mobile Klimaanlagen) | Effizienzvergleich, kein separater Lautstärke-Einzelwert | Effizienz auf Niveau fester Splitgeräte |
Nur der Stiftung-Warentest-Wert stammt aus einer offiziellen, unabhängigen Prüfquelle. Bei der Raumwahl sollte deshalb vorsorglich mit Werten im Bereich um 39 dB(A) im leisesten Betriebsmodus kalkuliert werden; im Normalbetrieb mit höherer Gebläsestufe kann der Wert je nach Lastzustand darüber liegen.
Die Gesamtnote 3,3 (befriedigend) vergab Stiftung Warentest am 21.05.2025 für die Midea PortaSplit im Rahmen des Untersuchungsprogramms Splitgeräte 06/2025. In einem separaten, späteren Test zu mobilen Klimaanlagen stellte die Organisation zusätzlich fest: „Tatsächlich erreichte das Midea Portasplit in unserem Test eine Effizienz auf dem Niveau mancher fester Splitgeräte."
Mobile Klimageräte gelten im selben Testfeld laut Stiftung Warentest allgemein als „flexibel, aber wenig effizient" — die PortaSplit stellt damit innerhalb der mobilen Geräteklasse eine Ausnahme dar, ohne die Effizienzklasse fest installierter Premium-Splitgeräte durchgängig zu erreichen. Die Testorganisation weist zudem darauf hin, dass sie ihre Testmethoden regelmäßig weiterentwickelt, was Vergleiche zwischen unterschiedlichen Testjahrgängen einschränkt.
Rund 873 Euro kostet die Midea PortaSplit im Mittel laut Stiftung-Warentest-Preistabelle (Stand 23.04.2026). Dieser Wert stammt aus der offiziellen Anbieter-Tabelle der Testorganisation und bildet den aktuell belastbarsten Referenzpreis für das Gerät auf dem deutschen Markt.
Formel: Stromkosten pro Betriebsstunde = Leistungsaufnahme (kW) × Strompreis (€/kWh)
Beispiel: Bei einer angenommenen Leistungsaufnahme von 1 kW und einem Wärmepumpenstrompreis von 25 Cent/kWh ergeben sich rechnerisch 0,25 Euro Stromkosten pro Betriebsstunde. Diese Beispielrechnung dient nur der Einordnung der Größenordnung und ersetzt keine gerätespezifische Verbrauchsmessung.
Ein wichtiger Hinweis für Käufer: Die PortaSplit qualifiziert
nicht für die KfW-Heizungsförderung nach dem BEG-Programm 458, da es sich um ein Klima- beziehungsweise Kühlgerät handelt und nicht um eine förderfähige Gebäudeheizung im Sinne der
aktuellen KfW-Förderung für Wärmepumpen.
Ja, die Installation der PortaSplit erfordert keinen Fachbetrieb und keinen Kälteschein, da der Kältekreis werkseitig vollständig geschlossen ist und beim Aufbau nicht geöffnet werden muss. Die folgenden Schritte kennzeichnen den typischen Installationsablauf:
- Fensterabdichtung an der vorgesehenen Fensteröffnung anbringen.
- Verbindungsschlauch zwischen Innen- und Außengerät durch die Abdichtung führen.
- Innengerät im Raum positionieren und an eine haushaltsübliche Steckdose anschließen.
- Außengerät sicher im Fensterspalt fixieren.
- Funktionstest im Kühl- und gegebenenfalls Heizmodus durchführen.
Da kein Eingriff in den Kältemittelkreislauf notwendig ist, entfällt die in Deutschland sonst für Kälteanlagen geltende Sachkundepflicht für das eigenständige Aufstellen. Eine bauliche Wandöffnung ist ebenfalls nicht erforderlich.
Die Kühl- beziehungsweise Heizleistung des jeweiligen Modells und der Wärmedämmstandard des Raums bestimmen die passende Raumgröße für die PortaSplit. Da die PortaSplit als Einzelraumgerät konzipiert ist, eignet sie sich primär für einzelne Wohn- oder Schlafräume statt für die Vollheizung eines gesamten Gebäudes.
Für eine belastbare Auslegung empfiehlt sich, die tatsächliche Kühl- oder Heizlast des Zielraums vorab überschlägig zu ermitteln, statt sich allein auf pauschale Quadratmeterangaben zu verlassen — insbesondere in schlecht gedämmten Altbauräumen mit großen Fensterflächen kann die tatsächlich benötigte Leistung deutlich höher liegen als in einem gut gedämmten Neubauzimmer gleicher Fläche.
Eine gesetzliche Registrierungspflicht in der europäischen Produktdatenbank EPREL gilt für den Verkauf der PortaSplit innerhalb der EU. Laut den offiziellen EU-Verbraucherinformationen der Europäischen Kommission müssen Hersteller jedes Modell in EPREL registrieren, bevor es in der EU verkauft wird, und Produkte wie Klimageräte unterliegen zusätzlich der Energieverbrauchskennzeichnungspflicht.
Diese Registrierungspflicht basiert auf der Verordnung (EU) 2017/1369 zur Energieverbrauchskennzeichnung, die die Rechtsgrundlage für alle EU-weit vertriebenen Produkte mit Energielabel bildet. Käufer, die die Energieeffizienzangaben eines konkreten Modells unabhängig überprüfen möchten, können die EPREL-Datenbank der Europäischen Kommission direkt konsultieren, statt sich ausschließlich auf Herstellerangaben zu verlassen.
Die Midea Europe GmbH übernimmt den deutschen Vertrieb der Midea-Produkte; sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nummer HRB 89054 mit Sitz in Eschborn eingetragen. Laut dem Handelsregisterauszug wurde die Gesellschaft am 07.07.2010 gegründet und verfügt über ein eingetragenes Kapital von 250.000 Euro.
Die Eintragung im deutschen Handelsregister bestätigt, dass es sich bei Midea Europe um eine ordnungsgemäß registrierte deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung handelt — ein belastbares, öffentlich einsehbares Kriterium für die rechtliche Seriosität des Anbieters auf dem deutschen Markt. Muttergesellschaft ist die international tätige Midea Group.
Über Elektronikhändler und Preisvergleichsportale wird die Midea PortaSplit regulär vertrieben. In Phasen hoher Nachfrage nach mobilen Kühlgeräten — etwa bei sommerlichen Hitzeperioden — kann das Angebot kurzfristig knapp werden, da die Produktionskapazitäten für mobile Klimageräte branchenweit begrenzt sind.
Wer die PortaSplit zum regulären, in der Stiftung-Warentest-Preistabelle ausgewiesenen mittleren Preisniveau erwerben möchte, plant den Kauf idealerweise außerhalb akuter Nachfragespitzen, da Angebot und Preis dann stabiler sind.
Bohrfreie, mobile Montage ist der Vorteil der PortaSplit gegenüber
fest installierten Split-Klimaanlagen; der Nachteil liegt in einer typischerweise geringeren Maximalleistung. Stiftung Warentest ordnet die Effizienz der PortaSplit auf das Niveau mancher fester Splitgeräte ein, ohne sie durchgängig zu erreichen.
Merkmal | Midea PortaSplit | Fest installiertes Split-Klimagerät | Gradient (US-Markt) |
Bauform | Mobiles Split-Gerät mit Fensterdurchführung | Fest verbautes Innen-/Außengerät | Fest eingebautes Fenstermodul |
Montage | Ohne Bohrung, ohne Fachbetrieb | Mit Wandbohrung, Fachbetrieb/Kälteschein nötig | Fest im Fensterrahmen montiert |
Markt | Deutschland/EU | Deutschland/EU | Ausschließlich USA |
Testinstitut-Einordnung | Stiftung Warentest: Note 3,3 (befriedigend) | Je nach Modell, meist bessere Effizienzklassen bei Premium-Geräten | Keine deutsche Prüfung vorhanden |
Gradient ist kein Midea-Produkt, sondern ein eigenständiger US-Wettbewerber im Marktsegment der Fensterwärmepumpen, der in Deutschland nicht vertrieben wird.
Mehrere praxisrelevante Schwachpunkte weist die Midea PortaSplit auf, die vor dem Kauf abgewogen werden sollten:
- Dauerhafter Fensterspalt: Das Fenster muss im Betrieb einen Spalt offenlassen, damit der Verbindungsschlauch nach außen geführt werden kann — das schwächt potenziell den Einbruchschutz und die Wärmedämmung an dieser Stelle.
- Feste Kopplung von Innen- und Außeneinheit: Anders als bei klassischen Splitgeräten lassen sich beide Komponenten nicht flexibel trennen oder unabhängig positionieren.
- Begrenzte unabhängige Prüfdaten zur Lautstärke im Normalbetrieb: Offiziell verifiziert ist bislang primär der Silent-Modus-Wert von Stiftung Warentest; für höhere Gebläsestufen liegen keine offiziell bestätigten Werte vor.
- Keine Förderfähigkeit: Die PortaSplit zählt nicht zu den nach BEG-458 förderfähigen Gebäudeheizungen.
Zwei zentrale Punkte, die die Kühl- und Heizleistung dauerhaft erhalten, stehen bei der
Wartung der PortaSplit im Vordergrund:
- Regelmäßige Reinigung der Luftfilter im Innengerät zur Aufrechterhaltung der Luftdurchsatzleistung.
- Kontrolle der Fensterabdichtung auf Verschleiß, da eine unsachgemäß angebrachte Abdichtung sowohl die Effizienz mindert als auch die Sicherheitslücke am Fensterspalt vergrößert.
- Prüfung der Kondensatableitung beziehungsweise Kondensatpumpe, damit anfallendes Kondenswasser zuverlässig abgeführt wird.
Da die PortaSplit an einer regulären Haushaltssteckdose betrieben wird, entfällt eine gesonderte Elektroinstallation vollständig.
Vor allem für Haushalte in Mietwohnungen mit Kipp- oder Drehfenstern lohnt sich die Midea PortaSplit, die eine bohrfreie Kühl- und Zusatzheizlösung ohne bauliche Veränderung am Gebäude suchen. Für Mieter, die keine Erlaubnis zur Montage einer fest installierten Splitanlage erhalten, bietet die PortaSplit laut Stiftung Warentest eine im Effizienzvergleich mit fester Anlagentechnik konkurrenzfähige Alternative — bei gleichzeitiger Berücksichtigung des dauerhaften Fensterspalts und der eingeschränkten unabhängigen Lautstärkedaten außerhalb des Silent-Modus.
Wer dagegen gezielt eine fest eingebaute Fenstereinbau-Wärmepumpe wie die US-amerikanische Midea U sucht, findet in Deutschland kein entsprechendes Produkt — die PortaSplit deckt dieses Bedürfnis nur als mobile Alternative mit abweichender Bauform ab. Auch ein Blick auf
Wärmepumpen im Altbau und die Rolle der
Inverter-Technologie bei modernen Wärmepumpen zeigt, dass die PortaSplit in ihrer Funktionsweise ein eigenständiges Marktsegment bedient.