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Ratgeber · Wärmepumpe

Gaspreise 2026: Aktueller Preis, CO₂-Aufschlag und Prognose

Der Gaspreis 2026 bleibt durch CO₂-Aufschlag und steigende Netzentgelte unter Druck. So setzt sich der Preis zusammen, so wird der CO₂-Aufschlag berechnet, und so schneidet Gas im Vergleich zur Wärmepumpe ab.

Von wärmepumpen-preise.de Redaktion · Unabhängige Wärmepumpen-Beratung8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Gaspreis für Haushaltskunden bleibt 2026 durch CO₂-Aufschlag und steigende Netzentgelte unter Druck, auch wenn viele Bestandskunden zunächst von auslaufenden Altverträgen profitieren.
  • Der CO₂-Preis auf Gas liegt 2026 im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne und macht je nach oberem Korridorwert bis zu 1,55 Ct/kWh brutto der Gasrechnung aus.
  • Die Gasspeicherumlage wurde zum 1. Januar 2026 abgeschafft, die Kosten trägt seither der Bundeshaushalt über den Klima- und Transformationsfonds.
  • Netzentgelte für Gas steigen 2026 regional unterschiedlich stark, während Stromnetzentgelte durch einen milliardenschweren Bundeszuschuss sinken.
  • Ab 2028 übernimmt das europäische EU-ETS 2 die CO₂-Bepreisung von Gebäuden und Verkehr vom nationalen BEHG.
  • Eine Wärmepumpe heizt bei einem typischen Jahresarbeitszahl-Wert bereits heute günstiger als eine Gasheizung, insbesondere in Kombination mit einem günstigen Wärmepumpentarif.
Stand: 15.07.2026

Was kostet Gas 2026 pro kWh für Haushaltskunden?

Gas kostet Haushaltskunden 2026 laut BDEW im Durchschnitt rund 11 Ct/kWh, wobei einzelne Vertragsarten deutlich darüber oder darunter liegen können. Neukundentarife mit Preisgarantie sind oft günstiger als die Grundversorgung. Bestandskunden mit laufenden Verträgen zahlen häufig einen stabileren, aber nicht immer niedrigeren Preis. Die tatsächliche Höhe hängt stark vom Vertragstyp, dem Netzgebiet und dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ab.

Vertragstyp

Preisniveau

Charakteristik

Neukunden (Preisgarantie)

Tendenziell günstiger als Grundversorgung

Abhängig vom Marktumfeld bei Vertragsabschluss

Bestandskunden (Laufzeitvertrag)

Relativ stabil

Durch bestehende Konditionen abgesichert

Grundversorgung

Teuerste Option

Regional unterschiedlich, kein Wechselaufwand

Ein Wechsel aus der Grundversorgung in einen günstigeren Neukundentarif kann die jährliche Gasrechnung spürbar senken. Vergleichsportale gelten als praktikabler erster Schritt, um das eigene Einsparpotenzial zu prüfen.

Woraus setzt sich der Gaspreis 2026 zusammen?

Der Gaspreis für Haushaltskunden setzt sich 2026 aus vier Hauptkomponenten zusammen: Beschaffung und Vertrieb, Netzentgelte, staatlich veranlasste Abgaben wie der CO₂-Preis, sowie Steuern. Der größte Anteil entfällt in der Regel auf Beschaffung und Vertrieb. Netzentgelte und der CO₂-Preis über das BEHG machen zusammen einen zweistelligen Prozentanteil aus. Mehrwertsteuer und Erdgassteuer ergänzen die Rechnung.

Komponente

Beschreibung

Beschaffung und Vertrieb

Größter Kostenblock, abhängig vom Großhandelspreis

Netzentgelte (inkl. Messung)

Regional unterschiedlich, wird von der Bundesnetzagentur reguliert

CO₂-Preis (BEHG)

Nationale Abgabe auf fossile Brennstoffe

Mehrwertsteuer

Gesetzlich 19 % auf den Nettopreis

Erdgassteuer

Bundeseinheitliche Verbrauchssteuer

Konzessionsabgabe

Abgabe an die Kommune für die Netznutzung

Die zum 1. Januar 2026 abgeschaffte Gasspeicherumlage entlastet die Rechnung geringfügig, wird aber durch den gleichzeitigen Anstieg von CO₂-Preis und Netzentgelten weitgehend kompensiert. Diese 2022 eingeführte Umlage finanzierte die staatlich überwachte Speicherbefüllung und wird seit 2026 über den Bundeshaushalt und den Klima- und Transformationsfonds getragen.

Wie hoch ist der CO₂-Preis auf Gas 2026 und wie wird er berechnet?

Der CO₂-Preis auf Gas bewegt sich 2026 im gesetzlich festgelegten Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO₂, erhoben über das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). 2026 markiert dabei den Übergang von einem staatlich festgelegten Festpreis zu einem marktbasierten Versteigerungssystem für CO₂-Zertifikate. Die Zertifikate werden an der Energiebörse EEX im Einheitspreis-Modell versteigert. Der tatsächliche Aufschlag auf den Gaspreis hängt vom jeweils gültigen Zertifikatspreis ab.
Nach gängiger Berechnungsmethode ergibt sich der Aufschlag aus dem Emissionsfaktor multipliziert mit dem CO₂-Preis, umgerechnet in Ct/kWh brutto:
Aufschlag (Ct/kWh, brutto) ≈ Emissionsfaktor (t CO₂/kWh) × CO₂-Preis (€/t) × 100 × 1,19
Der Emissionsfaktor für Erdgas beträgt laut BAFA 0,201 Tonnen CO₂ pro Megawattstunde, also 0,000201 Tonnen CO₂ pro kWh Brennwert. Bei einem CO₂-Preis von 65 Euro pro Tonne ergibt diese Berechnungsmethode einen Bruttoaufschlag von rund 1,55 Ct/kWh. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh entstehen dadurch CO₂-bedingte Mehrkosten von rund 310 Euro pro Jahr an der oberen Korridorgrenze.

Wie hat sich der CO₂-Aufschlag seit 2021 entwickelt?

Der CO₂-Aufschlag auf Gas ist seit der Einführung des BEHG 2021 kontinuierlich gestiegen, weil der zugrunde liegende CO₂-Preis pro Tonne planmäßig angehoben wurde. 2021 startete das System mit einem deutlich niedrigeren Festpreis als heute. Mit jeder Preisstufe stieg auch die Mehrbelastung für Haushaltskunden mit typischem Verbrauch. Diese Entwicklung setzt sich durch den Übergang zum EU-ETS 2 ab 2028 fort.

Jahr

CO₂-Preis-Mechanismus

Tendenz für Haushaltskunden

2021

Einführung BEHG, niedriger Festpreis

Deutlich geringere Mehrbelastung als heute

2024–2025

Steigender Festpreis-Korridor

Kontinuierlich zunehmende Mehrbelastung

2026

Übergang zu Auktionssystem, Korridor 55–65 €/t

Bis zu 1,55 Ct/kWh brutto Aufschlag

ab 2028

Übergang zum EU-ETS 2

Weiter steigende Tendenz erwartet

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Der CO₂-Aufschlag ist über die Jahre strukturell gestiegen und nicht mehr auf einen fixen, planbaren Betrag begrenzt.

Was ist der Unterschied zwischen BEHG und EU-ETS 2?

Das BEHG (Brennstoffemissionshandelsgesetz) ist das nationale deutsche Emissionshandelssystem, das seit 2021 CO₂-Preise auf Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl erhebt. Das EU-ETS 2 ist das europäische Pendant, das ab 2028 die CO₂-Bepreisung für Gebäude und Verkehr auf europäischer Ebene übernimmt und das nationale BEHG ablöst. Der zentrale Unterschied liegt im Preisbildungsmechanismus: Während das BEHG in der Übergangsphase noch mit Preiskorridoren und teilweisen Festpreisen arbeitet, funktioniert das EU-ETS 2 über ein europaweites Zertifikatesystem mit jährlich sinkender Zertifikatsmenge. Laut Umweltbundesamt handelt es sich um eine schrittweise Verzahnung zwischen nationalem und europäischem Emissionshandel, bei der die deutsche CO₂-Bepreisung mittelfristig im europäischen System aufgeht.
Für Haushaltskunden bedeutet der Wechsel zum EU-ETS 2 vor allem eines: Die CO₂-Kosten auf Gas werden künftig stärker vom europäischen Zertifikatemarkt und weniger von nationalen Festlegungen bestimmt.

Warum steigen die Netzentgelte für Gas 2026?

Die Netzentgelte für Gas steigen 2026 vor allem, weil der Gesamtgasverbrauch sinkt, während die Fixkosten für den Erhalt des Gasnetzes weitgehend konstant bleiben. Laut dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, werden die Netzkosten bei rückläufiger Kundenzahl auf immer weniger Verbraucher verteilt, was den Preis pro kWh erhöht. Milde Winter, eine schwächere Konjunktur und der zunehmende Umstieg auf Wärmepumpen reduzieren zusätzlich die durchgeleitete Gasmenge. Die Bundesnetzagentur reguliert die Netzentgelte, kann den strukturellen Rückgang der Kundenbasis jedoch nicht ausgleichen.
Die regionale Ausprägung dieses Effekts unterscheidet sich deutlich zwischen den Bundesländern, abhängig von der lokalen Netzstruktur und der Geschwindigkeit des Kundenrückgangs im jeweiligen Netzgebiet.

Faktor

Wirkung auf Netzentgelt

Sinkender Gasverbrauch

Fixkosten verteilen sich auf weniger kWh → Entgelt pro kWh steigt

Umstieg auf Wärmepumpen

Reduziert die Kundenbasis der Gasnetze weiter

Regionale Netzstruktur

Bestimmt das Ausmaß des Anstiegs je Bundesland

Staatliche Stromnetz-Subvention

Betrifft nur Strom, nicht Gas — verstärkt die Preisdivergenz

Je mehr Haushalte das Gasnetz verlassen, desto teurer wird die Netznutzung für die verbleibenden Kunden — ein sich selbst verstärkender struktureller Trend.

Wie wirkt sich der Gasspeicherstand auf den Gaspreis aus?

Der Füllstand der deutschen Gasspeicher beeinflusst den Gaspreis, weil niedrige Speicherstände die Versorgungssicherheit im Winter gefährden und dadurch die Beschaffungskosten am Großhandelsmarkt erhöhen. Der Referenzpreis für den europäischen Gasgroßhandel ist der TTF (Title Transfer Facility). Sinkt der Speicherfüllstand deutlich unter das Vorjahresniveau, erschwert das die Sommerbefüllung und erhöht die Nachfrage am Terminmarkt. Diese erhöhte Nachfrage schlägt sich in einem höheren TTF-Preis nieder, der wiederum die Beschaffungskomponente des Endkundenpreises beeinflusst.
Geopolitische Ereignisse können diesen Effekt zusätzlich verschärfen, wenn sie die Liefermengen aus wichtigen Förderregionen kurzfristig einschränken und damit den Großhandelspreis binnen Tagen stark ausschlagen lassen.

Werden die Gaspreise 2026 weiter steigen?

Kurzfristig kann der Gaspreis für viele Haushalte 2026 laut Prognose der Bundesnetzagentur stabil bleiben oder leicht sinken, unter anderem begünstigt durch den staatlichen Zuschuss zu den Netzentgelten. Mittel- bis langfristig erwartet der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, dagegen steigende Gaspreise, getrieben durch steigende CO₂-Abgaben und wachsende Netzentgelte bei sinkender Kundenzahl sowie den Übergang zum EU-ETS 2 ab 2028. Langfristig gilt Gas damit als die Heizoption mit dem größten strukturellen Kostenrisiko unter den fossilen Alternativen.
Für die individuelle Kostenentwicklung ist entscheidend, ob ein Haushalt in der Grundversorgung verbleibt oder aktiv einen günstigeren Vertrag wählt — die Bandbreite zwischen beiden Optionen bleibt auch 2026 erheblich.

Wie wirkt sich das Gebäudeenergiegesetz auf Gasheizungen aus?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) — umgangssprachlich auch als Heizungsgesetz bezeichnet — regelt seit 2024 die Anforderungen an neue Heizungen und wirkt sich damit direkt auf die wirtschaftliche Perspektive von Gasheizungen aus. Es verlangt einen wachsenden Anteil erneuerbarer Energien bei neu eingebauten Heizsystemen und schafft damit einen regulatorischen Anreiz, auf Alternativen wie die Wärmepumpe umzusteigen. Für Bestandsheizungen gelten differenzierte Übergangsregelungen, die von der kommunalen Wärmeplanung und dem Baujahr der Anlage abhängen.

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Wer 2026 über eine neue Gasheizung nachdenkt, sollte die regulatorischen Rahmenbedingungen und die absehbare Entwicklung der CO₂-Kosten in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einbeziehen, da sich beide Faktoren über die Nutzungsdauer einer Heizung erheblich auswirken können.

Was kostet Gas 2026 im Vergleich zur Wärmepumpe?

Im direkten Wirtschaftlichkeitsvergleich schneidet die Wärmepumpe 2026 bei einem typischen Gaspreisniveau und einer marktüblichen Jahresarbeitszahl günstiger ab als eine Gasheizung. Der Vergleich muss den Wirkungsgrad der Gasheizung, den Strompreis und die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe berücksichtigen, um belastbar zu sein.
Formel: Wärmekosten je kWh = Energiepreis (Ct/kWh) ÷ Wirkungsgrad bzw. Jahresarbeitszahl
Ein Rechenbeispiel: Bei einem Gaspreis von rund 11 Ct/kWh und einem Wirkungsgrad der Gasheizung von etwa 90 % ergeben sich Wärmekosten von rund 12,3 Ct/kWh. Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 und einem Strompreis von rund 33 Ct/kWh kommt dagegen auf etwa 9,4 Ct/kWh Wärmekosten. Mit einem günstigeren Wärmepumpen-Stromtarif sinkt dieser Wert weiter. Der Wirkungsgrad von Gasheizungen lässt sich technisch kaum noch verbessern, während die Effizienz von Wärmepumpen durch die Kombination mit Photovoltaik und optimierte Betriebsparameter weiter steigt.

Heizsystem

Ausgangswerte

Ungefähre Wärmekosten

Gasheizung

Gaspreis ca. 11 Ct/kWh, Wirkungsgrad 90 %

ca. 12,3 Ct/kWh

Wärmepumpe (Netzstrom)

Strompreis ca. 33 Ct/kWh, JAZ 3,5

ca. 9,4 Ct/kWh

Wärmepumpe (günstiger Tarif)

Reduzierter Effektivstrompreis, JAZ 3,5

Deutlich unter Gaskosten

Die KfW-Förderung für den Heizungstausch senkt zusätzlich die Investitionskosten beim Umstieg auf eine Wärmepumpe, was den wirtschaftlichen Vorteil gegenüber einer neuen Gasheizung über die Nutzungsdauer weiter vergrößert. Auch mögliche Nachteile einer Wärmepumpe im Altbau lassen sich durch die richtige Auslegung meist beherrschen.

Wie wird sich der Gaspreis bis 2030 entwickeln?

Der Gaspreis wird bis 2030 nach überwiegender Fachmeinung strukturell steigen, vor allem durch den Übergang zum EU-ETS 2 ab 2028 und die damit verbundene Verknappung der Zertifikatsmenge. Der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr reduziert die verfügbare Zertifikatsmenge jährlich, was den CO₂-Preis mittelfristig nach oben treibt. Gleichzeitig verstärkt die sinkende Kundenzahl im Gasnetz den Anstieg der Netzentgelte pro kWh.

Zeitraum

Wesentlicher Preistreiber

Erwartete Tendenz

2026–2027

BEHG-Korridor, Netzentgelte

Moderater bis stabiler Anstieg

ab 2028

Übergang zum EU-ETS 2

Beschleunigter struktureller Anstieg

bis 2030

Sinkende Zertifikatsmenge, sinkende Kundenbasis

Deutlich höheres Preisniveau als 2026

Eine Neuinvestition in eine Gasheizung wird durch diese Entwicklung 2026 langfristig risikoreicher, da sich Betreiber über die gesamte Nutzungsdauer an eine strukturell steigende Kostenbasis binden.

Wie können Haushaltskunden ihre Gaskosten 2026 senken?

Haushaltskunden können ihre Gaskosten 2026 durch mehrere konkrete Maßnahmen senken, wobei ein Tarifwechsel meist den größten kurzfristigen Hebel darstellt. Wer aktuell in der Grundversorgung verbleibt, zahlt in aller Regel mehr als nötig. Mittelfristig lohnt sich zudem die Prüfung alternativer Heiztechnologien angesichts der strukturell steigenden CO₂- und Netzkosten auf Gas.
  • Tarif wechseln: Grundversorgung verlassen und über Vergleichsportale einen günstigeren Neukundentarif mit angemessener Preisgarantie sichern.
  • Verbrauch senken: Durch die richtig eingestellte Heizkurve und optimierte Heizungseinstellungen den Gasverbrauch ohne Komfortverlust reduzieren.
  • Wärmepumpe prüfen: Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe anhand der Jahresarbeitszahl für das eigene Gebäude mit Blick auf Fördermittel und Betriebskosten kalkulieren.
  • Förderung nutzen: Die KfW-Förderung für einen Heizungstausch frühzeitig in die Finanzierungsplanung einbeziehen.
  • Photovoltaik kombinieren: Bei einem späteren Umstieg auf eine Wärmepumpe die Kombination mit Photovoltaik prüfen, um die Stromkosten weiter zu senken.

FAQ

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Gaspreis 2026 im Vergleich zu 2021?

Der Gaspreis liegt 2026 deutlich über dem Niveau von 2021, das noch vor der Energiekrise galt. Der Anstieg resultiert aus höheren Beschaffungskosten, dem neu eingeführten CO₂-Preis über das BEHG und gestiegenen Netzentgelten. Das heutige Preisniveau liegt strukturell auf einem höheren Sockel als vor 2021.

Was ist die Gasspeicherumlage und warum entfällt sie 2026?

Die Gasspeicherumlage war eine 2022 eingeführte Abgabe zur Finanzierung der staatlich überwachten Speicherbefüllung. Sie wurde zum 1. Januar 2026 vollständig abgeschafft. Die Kosten übernimmt seither der Bundeshaushalt über den Klima- und Transformationsfonds, sodass sie nicht mehr auf der Gasrechnung erscheint.

Lohnt sich noch ein Gasliefervertrag 2026?

Ein Gasliefervertrag kann sich kurzfristig lohnen, wenn er die Grundversorgung ablöst und eine angemessene Preisgarantie bietet. Wirtschaftlich betrachtet verschiebt sich der Vorteil aber zunehmend zur Wärmepumpe, da die strukturellen Kostenrisiken bei Gas durch CO₂-Preis und Netzentgelte über die Vertragslaufzeit hinaus zunehmen. Ein kurzfristiger Vertrag mit Preisgarantie reduziert das Risiko, ersetzt aber keine langfristige Heizungsentscheidung.

Welche Bundesländer haben die höchsten Gas-Netzentgelte?

Die Höhe der Netzentgelte unterscheidet sich je Bundesland deutlich, abhängig von der lokalen Netzstruktur und der Geschwindigkeit des Kundenrückgangs im jeweiligen Netzgebiet. Regionen mit stärkerem Rückgang der Gaskunden verzeichnen tendenziell überdurchschnittliche Entgelterhöhungen, während Netzgebiete mit stabilerer Kundenbasis moderatere Anstiege aufweisen.

Was passiert mit dem Gaspreis nach 2028 durch EU-ETS 2?

Ab 2028 übernimmt das EU-ETS 2 die CO₂-Bepreisung für Gebäude und Verkehr vom nationalen BEHG. Die verfügbare Zertifikatsmenge sinkt dabei jährlich, was den CO₂-Preis und damit den Gaspreis mittelfristig weiter nach oben treibt. Der genaue Preispfad hängt vom europäischen Zertifikatemarkt ab, die Tendenz gilt aber als klar steigend.

Wie berechne ich meinen persönlichen CO₂-Aufschlag auf Gas?

Der persönliche CO₂-Aufschlag lässt sich nach gängiger Berechnungsmethode aus dem Emissionsfaktor (t CO₂/kWh) und dem CO₂-Preis (€/t) ermitteln. Für den Emissionsfaktor von Erdgas (laut BAFA rund 0,000201 t CO₂/kWh) und den jeweils gültigen CO₂-Preis im BEHG-Korridor ergibt sich so der ungefähre Bruttoaufschlag in Ct/kWh. Multipliziert mit dem eigenen Jahresverbrauch in kWh liefert das eine Schätzung der jährlichen CO₂-bedingten Mehrbelastung.

Quellen

  1. Umweltbundesamt — Nationales Emissionshandelssystem (BEHG) und CO₂-Preisentwicklung
  2. KfW — Anpassungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude 2026
  3. BAFA — Informationsblatt CO2-Faktoren

Redaktion

wärmepumpen-preise.de Redaktion

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Die wärmepumpen-preise.de-Redaktion prüft jeden Ratgeber auf fachliche Richtigkeit — auf Basis der aktuellen BEG-Förderrichtlinien, technischer Normen und Erfahrungswerten aus realen Wärmepumpen-Projekten in Deutschland. Wir arbeiten herstellerunabhängig und verkaufen keine Anlagen.

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