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Ratgeber · Wärmepumpe

Kältemaschine 2026: Funktionsweise, Kosten, Förderung und Hersteller

Kältemaschine 2026: Funktionsweise, Kosten für Kauf und Miete, EER-Berechnung, GWP-Grenzwerte ab 2027 und die auslaufende BAFA-Förderung im Überblick.

Von wärmepumpen-preise.de Redaktion · Unabhängige Wärmepumpen-Beratung8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Kältemaschine entzieht einem Medium Wärme und gibt sie mithilfe zugeführter Antriebsenergie bei höherer Temperatur wieder ab.
  • Kaufpreis: Kaltwassersätze kosten je nach Leistungsklasse zwischen 3.000 € (2–5 kW) und über 30.000 € (über 100 kW).
  • Leistungszahl: Die EER moderner Kältemaschinen erreicht bei industriellen Anwendungen Werte bis 7.
  • Kältemittel: Ab dem 1. Januar 2027 dürfen neu in Verkehr gebrachte Chiller bis 12 kW nur noch Kältemittel mit einem GWP unter 150 enthalten, größere Chiller ein GWP unter 750.
  • Förderung: Die BAFA Kälte-Klima-Richtlinie fördert gewerbliche Anlagen bis 31.12.2026 — danach ist laut Bundesumweltministerium keine Verlängerung vorgesehen.
  • Stromverbrauch: Kältetechnik hatte laut einer vom Umweltbundesamt zitierten VDMA-Studie im Bezugsjahr 2017 einen Anteil von 14 Prozent am gesamten deutschen Stromverbrauch.
Stand: 25.08.2026

Was ist eine Kältemaschine und wie unterscheidet sie sich von Wärmepumpe und Klimaanlage?

Eine Kältemaschine ist ein technisches Gerät, das einem Medium Wärme entzieht und diese Wärme bei höherer Temperatur an die Umgebung abgibt. Der Prozess widerspricht dem natürlichen Wärmefluss von warm nach kalt und erfordert nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik eine kontinuierliche Zufuhr von Antriebsenergie. Bei der Kompressionskältemaschine ist das meist elektrischer Strom für einen Verdichter, bei der Absorptionskältemaschine Wärme für einen thermischen Antrieb.
Die Wärmepumpe nutzt denselben Kreisprozess wie die Kältemaschine, nur mit umgekehrter Nutzrichtung: Die Kältemaschine verwendet die entzogene Kälte, die Wärmepumpe die am Kondensator abgegebene Wärme. Der Kühlschrank ist eine Kältemaschine im Haushaltsformat für Lebensmittel. Die Klimaanlage ist eine Kältemaschine, die speziell Raumluft kühlt und entfeuchtet — mehr zur Technik reversibler Systeme im Beitrag Reversible Wärmepumpe & Klimaanlage. Alle drei Geräte teilen sich denselben technischen Grundbaustein, unterscheiden sich aber im Anwendungszweck und im Zielmedium.

Welche Bauarten von Kältemaschinen gibt es?

Kältemaschinen unterteilen sich nach ihrem Antriebsprinzip in drei Hauptbauarten, die sich in Antriebsenergie, Kältemittel und Einsatzbereich unterscheiden. Die Kompressionskältemaschine dominiert den Markt, die Absorptionskältemaschine und die Adsorptionskältemaschine nutzen dagegen thermischen statt elektrischen Antrieb.
  • Kompressionskältemaschine: Ein elektrisch angetriebener Verdichter treibt das Kältemittel durch Verdampfer, Verdichter, Kondensator und Expansionsventil — die gebräuchlichste gewerbliche Ausführung ist der Kaltwassersatz, der Wasser als Kälteträger kühlt.
  • Absorptionskältemaschine: Statt eines mechanischen Verdichters nutzt sie einen thermischen Antrieb, etwa Fernwärme oder Abwärme, und arbeitet häufig mit dem Stoffpaar Wasser/Lithiumbromid.
  • Adsorptionskältemaschine: Sie nutzt reines Wasser als Kältemittel und bindet es an einem Feststoff wie Zeolith, angetrieben durch Wärme.
Bei der Rückkühlung unterscheiden sich zudem luftgekühlte und wassergekühlte Kältemaschinen: Luftgekühlte Systeme geben die Kondensatorwärme direkt über einen Ventilator an die Außenluft ab, wassergekühlte Systeme leiten die Wärme an einen separaten Rückkühler weiter.

Bauart

Antrieb

Typisches Kältemittel

Einsatzbereich

Kompressionskältemaschine

Elektrischer Verdichter

R-290, R-32, R-134a

Wenige kW bis mehrere MW

Absorptionskältemaschine

Thermischer Antrieb (Wärme)

Wasser/Lithiumbromid

Größere gewerbliche und industrielle Anlagen

Adsorptionskältemaschine

Thermischer Antrieb

Reines Wasser

Kleinere bis mittlere Anlagen

Wie wird die Leistungszahl (EER) einer Kältemaschine berechnet?

Die EER (Energy Efficiency Ratio) einer Kältemaschine beschreibt das Verhältnis von Kälteleistung zu aufgenommener elektrischer Antriebsleistung. Ein höherer EER-Wert bedeutet, dass dieselbe Kälteleistung mit weniger Strom erzeugt wird. Moderne Kältemaschinen erreichen bei industriellen Klimatisierungsanwendungen Leistungszahlen bis zu 7.
EER = Kälteleistung (kW) ÷ elektrische Antriebsleistung (kW)
Rechenbeispiel: Eine Kältemaschine liefert 100 kW Kälteleistung bei einer EER von 3,125. Die elektrische Leistungsaufnahme beträgt damit 100 kW ÷ 3,125 = 32 kW. Bei 4.500 Betriebsstunden im Jahr ergibt sich ein Jahresstromverbrauch von 32 kW × 4.500 h = 144.000 kWh.
Für die Wärmepumpe als Umkehrung derselben Technik gilt ein einfacher Zusammenhang: Ihre Leistungszahl entspricht der Leistungszahl der Kältemaschine plus eins, weil die zusätzliche Einheit der am Kondensator abgegebenen Antriebsenergie selbst entspricht. Verwandte Kennzahlen wie COP, SCOP und JAZ folgen demselben Grundprinzip, beziehen sich aber auf unterschiedliche Betriebsbedingungen und Zeiträume — eine ausführliche Einordnung liefert der Beitrag COP, SCOP und JAZ im Vergleich.

Was kostet eine Kältemaschine beim Kauf?

Der Kaufpreis eines Kaltwassersatzes liegt je nach Leistungsklasse zwischen 3.000 € für kleine Geräte und über 30.000 € für Industrieanlagen. Die Preise stammen aus einer Marktübersicht mit Stand Juni 2023 und geben nur eine grobe Größenordnung wieder, da für 2026 keine aktuellere flächendeckende Preistabelle öffentlich vorliegt.

Kälteleistung

Kaufpreis (Richtwert)

2–5 kW

ab ca. 3.000 €

ca. 30 kW

ca. 10.000 €

ca. 45 kW

ca. 17.000 €

ca. 90 kW

ca. 26.000 €

über 100 kW

über 30.000 €

Über die gesamte Lebensdauer entfallen nach dieser Richtwert-Systematik nur ein kleinerer Anteil der Gesamtkosten auf die Anschaffung, der größte Teil auf Strom- und Wartungskosten. Der Betriebsstromverbrauch wiegt für die Kaufentscheidung deshalb schwerer als der reine Anschaffungspreis.

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Was kostet eine Kältemaschine zur Miete?

Mietkälte kostet je nach Gerätetyp deutlich weniger als ein Kauf und eignet sich besonders für zeitlich begrenzten Bedarf.
  • Kleine Monoblockgeräte: Tagesmieten liegen im unteren zweistelligen Euro-Bereich.
  • Mobile Kaltwassersätze: Sie kosten in der Anmietung mehr als kleine Monoblockgeräte, mit Rabatten bei Wochen- und Monatsmieten gegenüber Einzeltagesmieten.
  • Typische Einsatzfälle: Bauprojekte, Anlagenausfälle (Havariefälle) und saisonale Lastspitzen in Produktionshallen.
Anders als beim Kauf entfallen bei der Miete Investitions- und Wartungsrisiko, da der Anbieter Aufbau, Betrieb und Rücktransport übernimmt. Die genauen Mietpreise hängen von Jahreszeit, Verfügbarkeit und Entfernung des Anbieters ab.

Was ist ein Rückkühler und wie funktioniert freie Kühlung?

Ein Rückkühler ist eine Komponente, die bei wassergekühlten Kältemaschinen die am Kondensator aufgenommene Wärme an die Außenluft abgibt. Er wird meist als Kühlturm oder Trockenrückkühler mit Ventilatoren ausgeführt. Der Kältekreislauf transportiert die Wärme dabei vom Kondensator zum Rückkühler und zurück zum abgekühlten Kühlwasser.
Freie Kühlung (Free Cooling) nutzt die kalte Außenluft direkt zur Kühlung des Kaltwasserkreislaufs und schaltet den Verdichter dabei vollständig ab. Bei geeigneten Klimabedingungen deckt Freie Kühlung einen erheblichen Teil der Jahresstunden ohne Kompressorbetrieb ab und senkt den Stromverbrauch in dieser Zeit deutlich gegenüber dem Kompressionsbetrieb. Beim Aufstellort einer Rückkühleinheit sind zudem die TA-Lärm-Grenzwerte für Außeneinheiten zu beachten, da Ventilatoren dauerhaft Schall abgeben — Details dazu im Beitrag Wärmepumpe zu laut: TA-Lärm-Grenzwerte.

Welche Kältemittel sind ab 2027 noch erlaubt?

Kältemaschinen arbeiten mit synthetischen Kältemitteln wie R-134a oder mit natürlichen Kältemitteln wie Propan (R-290), Ammoniak und CO₂ (R-744). Die Wahl entscheidet direkt über das Treibhauspotenzial (GWP) der Anlage. Laut EU-Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase dürfen ab dem 1. Januar 2027 neu in Verkehr gebrachte Chiller mit einer Kälteleistung bis 12 kW nur noch Kältemittel mit einem GWP unter 150 enthalten. Chiller über 12 kW dürfen ab demselben Datum nur noch Kältemittel mit einem GWP unter 750 enthalten. Mehr zu einem konkreten natürlichen Kältemittel liefert der Beitrag Propan als Kältemittel: Sicherheit und Kosten.

Kältemittel

Typischer GWP-Bereich

R-744 (CO₂)

sehr niedrig

R-290 (Propan)

sehr niedrig

R-1234yf

niedrig

R-134a

hoch

Gerätekategorie

GWP-Grenzwert ab 2027

Chiller bis 12 kW Kälteleistung

GWP unter 150

Chiller über 12 kW Kälteleistung

GWP unter 750

Laut Umweltbundesamt wurden in Kälteanlagen in den vergangenen Jahrzehnten häufig fluorierte Gase eingesetzt, weil diese halogenierten Gase den Treibhauseffekt verstärken. Der Umstieg auf natürliche Kältemittel wie R-290 oder R-744 vermeidet dieses Problem strukturell, da ihr Treibhauspotenzial die künftigen Grenzwerte bereits heute unterschreitet.

Wie funktioniert Wärmerückgewinnung bei Kältemaschinen?

Wärmerückgewinnung nutzt die am Kondensator einer Kältemaschine ohnehin anfallende Abwärme zur Warmwassererzeugung, statt sie ungenutzt über den Rückkühler an die Umgebung abzugeben. Ein Wärmetauscher entzieht dem Kältekreislauf dafür einen Teil der Kondensatorwärme, bevor diese den Rückkühler erreicht.
Die Zusatzkosten eines Wärmerückgewinnungssystems hängen stark von Anlagengröße und Ausführung ab. Die Amortisation liegt in der Praxis meist bei mehreren Jahren. Wärmerückgewinnung lohnt sich vor allem bei Kältemaschinen mit ganzjährigem Kühlbedarf und gleichzeitigem Warmwasserbedarf, etwa in der Gastronomie oder Lebensmittelproduktion, weil dort die zurückgewonnene Abwärme direkt weiterverwendet werden kann.

Welche Förderung gibt es 2026 für Kältemaschinen?

Die BAFA Kälte-Klima-Richtlinie fördert 2026 gewerbliche Investitionen in effiziente, klimafreundliche Kälte- und Klimaanlagen. Laut Bundesumweltministerium (BMUKN) läuft diese Förderung bis Ende 2026 — die Gültigkeit der Richtlinie endet laut BAFA am 31. Dezember 2026, und die Förderrichtlinie wird nach aktuellem Stand nicht verlängert.
  • Antragsfrist: Anträge können nach BAFA-Angaben bis zum 31. Dezember 2026 gestellt werden.
  • Antragsberechtigte: Nur Unternehmen mit gewerblichem Kältebedarf, keine Privatpersonen.
  • Energieeinsparung: Laut Bundesumweltministerium zeigten Messungen im Jahr 2023, dass halogenfreie Kältemittelanlagen gegenüber Bestandsanlagen häufig 30 bis 40 Prozent Energie einsparen.
  • Abgrenzung zur privaten Förderung: Die KfW-458-Heizungsförderung richtet sich an private Wohngebäude und deckt nur Geräte mit Heizfunktion ab, etwa reversible Luft-Luft-Wärmepumpen — reine gewerbliche Kältemaschinen fallen nicht darunter. Details zur privaten Förderung im Beitrag KfW-458-Förderung für private Heizungen.
Wer eine Förderung über die BAFA Kälte-Klima-Richtlinie plant, sollte den Antrag angesichts des bestätigten Enddatums noch im Jahr 2026 stellen, da nach diesem Datum keine gewerbliche Förderung für neue Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln mehr vorgesehen ist. Die Frist fällt damit in dasselbe Jahr, in dem ab 2027 die neuen GWP-Grenzwerte für Chiller greifen — wer beide Fristen zusammen plant, sichert sich Förderung und Rechtssicherheit im selben Zug.

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Wie plant und installiert man eine Kältemaschine?

Die Planung und Installation einer Kältemaschine folgt einem festen Ablauf aus Auslegung, Fachbetriebsbindung und Prüfpflichten.
  • Kühllastberechnung: Ermittlung des tatsächlichen Kältebedarfs als Grundlage für die Auswahl der passenden Leistungsklasse.
  • Auswahl der Bauart: Entscheidung zwischen Kompressions-, Absorptions- oder Adsorptionskältemaschine je nach verfügbarer Antriebsenergie (Strom oder Abwärme).
  • Beauftragung eines Fachbetriebs: Installation und Inbetriebnahme dürfen nur durch zertifizierte Fachbetriebe erfolgen, die mit Druckanlagen und Kältemitteln umgehen dürfen.
  • Prüfung nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): Kältemaschinen gelten als Druckanlagen und unterliegen wiederkehrenden Prüfpflichten.
  • Dichtheitsprüfung und Dokumentation: Betreiber dokumentieren jede Dichtheitsprüfung und bewahren die Prüfnachweise auf.
Arbeiten an Kältemaschinen mit F-Gasen erfordern zudem einen Sachkundenachweis nach der ChemKlimaschutzV, gestaffelt nach Kältemittel, Anlagengröße und Tätigkeit.

Welche Hersteller von Kältemaschinen gibt es?

Am Markt für Kältemaschinen und Kälteanlagen-Komponenten sind sowohl spezialisierte Komponentenhersteller als auch internationale Klimatechnik-Konzerne aktiv.

Hersteller

Schwerpunkt

Bitzer

Verdichter für Kälte- und Klimaanlagen

Danfoss

Komponenten für Kälte- und Klimatechnik

Rittal

Kälte- und Klimatechnik für Schaltschränke und Industrieanwendungen

Daneben ergänzen weitere internationale Klimatechnik-Hersteller das Marktangebot für Kaltwassersätze und Kälteanlagen-Komponenten in unterschiedlichen Leistungsklassen.

Wer hat die Kältemaschine erfunden?

Carl von Linde entwickelte die erste praxistaugliche Ammoniak-Kompressionskältemaschine. Er erhielt dafür 1876 ein bayerisches Patent. Die Maschine ermöglichte erstmals eine industrielle, kontinuierliche Kälteerzeugung unabhängig von Natureis und legte damit den technischen Grundstein für die heutige Kompressionskältemaschine.

Welche Nachteile hat der Betrieb einer Kältemaschine?

Der Betrieb einer Kältemaschine bringt mehrere strukturelle Nachteile mit sich, die Betreiber bei der Investitionsentscheidung einplanen sollten.
  • Hoher Energieverbrauch: Kältetechnik verursacht laut einer vom Umweltbundesamt zitierten VDMA-Studie einen erheblichen Anteil des deutschen Stromverbrauchs, weshalb Betriebskosten über die Lebensdauer meist stärker wiegen als der Kaufpreis.
  • Eingeschränkte Kältemittelverfügbarkeit: Die schrittweise Verschärfung der F-Gase-Verordnung verknappt hoch-GWP-Kältemittel und kann Nachfüllkosten für Bestandsanlagen erhöhen.
  • Wartungspflicht: Regelmäßige Dichtheitsprüfungen und Dokumentationspflichten nach der ChemKlimaschutzV verursachen laufenden administrativen und finanziellen Aufwand.

Wie entwickelt sich der Kältemaschinen-Markt bis 2050?

Der Markt für Kältemaschinen wird durch den schrittweisen F-Gase-Phase-down der EU-Verordnung (EU) 2024/573 geprägt, der die am Markt verfügbare Gesamtmenge klimaschädlicher Kältemittel bis zum Jahr 2050 auf null reduzieren soll. Betreiber und Hersteller stellen sich deshalb zunehmend auf natürliche Kältemittel wie R-290, R-744 und Ammoniak um, deren Treibhauspotenzial bereits heute unter den künftigen gesetzlichen Grenzwerten liegt. Dieser Umstieg betrifft nicht nur Neuanlagen, sondern zunehmend auch die Wartung und Nachrüstung von Bestandsanlagen, sobald deren bisherige Kältemittel nicht mehr verfügbar oder zulässig sind.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist eine Kältemaschine?

Eine Kältemaschine ist ein technisches Gerät, das einem Medium Wärme entzieht und diese bei höherer Temperatur an die Umgebung abgibt. Der Vorgang widerspricht dem natürlichen Wärmefluss und erfordert deshalb stets eine zugeführte Antriebsenergie, meist elektrischen Strom für einen Verdichter oder Wärme für einen thermischen Antrieb.

Wie funktioniert eine Kältemaschine?

Die häufigste Bauart, die Kompressionskältemaschine, führt ein Kältemittel durch Verdampfer, Verdichter, Kondensator und Expansionsventil. Das Kältemittel wechselt dabei zwischen flüssigem und gasförmigem Zustand, nimmt im Verdampfer Wärme auf und gibt sie im Kondensator bei höherer Temperatur wieder ab.

Was kostet eine Kältemaschine?

Ein Kaltwassersatz kostet je nach Leistungsklasse zwischen etwa 3.000 € für kleine Geräte und über 30.000 € für Industrieanlagen, Stand einer Marktübersicht von 2023. Über die Lebensdauer entfallen zusätzlich erhebliche Strom- und Wartungskosten, die den Kaufpreis meist übersteigen.

Welche Kältemittel darf eine Kältemaschine ab 2027 haben?

Ab dem 1. Januar 2027 dürfen neu in Verkehr gebrachte Chiller bis 12 kW Kälteleistung laut EU-Verordnung (EU) 2024/573 nur noch Kältemittel mit einem GWP unter 150 enthalten. Chiller über 12 kW dürfen ab demselben Datum nur noch Kältemittel mit einem GWP unter 750 enthalten.

Gibt es 2026 noch Förderung für Kältemaschinen?

Ja, die BAFA Kälte-Klima-Richtlinie fördert gewerbliche Investitionen in klimafreundliche Kälteanlagen noch bis zum 31. Dezember 2026. Laut Bundesumweltministerium wird die Richtlinie danach nach aktuellem Stand nicht verlängert, Anträge sollten deshalb rechtzeitig vor Jahresende gestellt werden.

Wie unterscheidet sich eine Kältemaschine von einer Klimaanlage?

Die Kältemaschine ist der technische Oberbegriff für jedes Gerät, das einem Medium Wärme entzieht. Die Klimaanlage ist eine spezielle Kältemaschine, die gezielt Raumluft kühlt und entfeuchtet, während der allgemeine Begriff auch industrielle Kaltwassersätze und Kühlanwendungen ohne Raumluftbezug umfasst.

Quellen

  1. BAFA — Kälte- und Klimaanlagen (Kälte-Klima-Richtlinie)
  2. Umweltbundesamt — Natürliche Kältemittel in stationären Anlagen / Energieeffizienz
  3. Umweltbundesamt — Kältemittel (F-Gase-Verordnung Grundlagen)
  4. Bundesumweltministerium (BMUKN) — Energieeffiziente Kälte- und Klimaanlagen werden gefördert bis Ende 2026

Redaktion

wärmepumpen-preise.de Redaktion

Unabhängige Wärmepumpen-Beratung

Die wärmepumpen-preise.de-Redaktion prüft jeden Ratgeber auf fachliche Richtigkeit — auf Basis der aktuellen BEG-Förderrichtlinien, technischer Normen und Erfahrungswerten aus realen Wärmepumpen-Projekten in Deutschland. Wir arbeiten herstellerunabhängig und verkaufen keine Anlagen.

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