Eine Propan-Wärmepumpe ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die das natürliche Kältemittel R290 (chemisch: Propan, C3H8) im Kältekreislauf einsetzt statt eines synthetischen F-Gases. Der Verdampfer entzieht der Außenluft Wärme, der Kompressor verdichtet das gasförmige R290 auf ein höheres Temperaturniveau, und der Kondensator gibt die Wärme an den Heizkreislauf des Gebäudes ab.
R290 unterscheidet sich von klassischen Kältemitteln vor allem durch sein Treibhauspotenzial: Es handelt sich um einen Kohlenwasserstoff, der als farbloses, nahezu geruchloses Gas schwerer als Luft ist. Propan-Wärmepumpen sind als Monoblock- oder Split-Geräte erhältlich und erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C, was den Einsatz auch in unsanierten Bestandsgebäuden mit klassischen Heizkörpern erlaubt. Rechtlich unterscheidet sich die Propan-Variante von R32- oder R410A-Modellen durch die Einordnung in die Sicherheitsgruppe A3 nach DIN EN 378-1, was zusätzliche Aufstellungs- und Wartungsauflagen nach sich zieht.
Propan gilt nach DIN EN 378-1 als brennbares Kältemittel der Sicherheitsgruppe A3 und ist damit gering toxisch, aber leicht entflammbar. Diese Einstufung führt derzeit zu Einschränkungen bei der Marktverfügbarkeit gegenüber unbrennbaren Kältemitteln. Propan zündet erst ab 470 °C, deutlich über der Zündtemperatur klassischer Dieselkraftstoffe von rund 255 °C.
Umweltseitig schneidet R290 gegenüber synthetischen Kältemitteln erheblich besser ab: Das Global Warming Potential (GWP) beschreibt das Treibhauspotenzial eines Stoffes im Verhältnis zu CO₂, dem ein GWP von 1 zugeordnet wird. R32 kommt auf einen GWP-Wert von 675, während R454C als Übergangslösung einen GWP von 146 erreicht. Die folgende Tabelle stellt die gängigen Kältemittel gegenüber.
Kältemittel | Einordnung | GWP-Charakter |
R290 (Propan) | Natürliches Kältemittel, Sicherheitsgruppe A3 | Sehr niedrig |
R32 | Synthetisches F-Gas | 675 |
R454C | Übergangs-Kältemittel | 146 |
Die Sicherheitsgruppe A3 bedeutet in der Praxis konkrete bauliche Auflagen: Mindestabstände bei Außenaufstellung und Füllmengengrenzen bei Innenaufstellung. Beide Punkte behandeln die folgenden Abschnitte im Detail.
Propan-Wärmepumpen für Einfamilienhäuser sind als
Monoblock- oder Split-Geräte erhältlich, beide arbeiten luftgekühlt über einen Außenverdampfer. Beim Monoblock befindet sich der komplette Kältekreislauf inklusive Kompressor in einer einzigen Außeneinheit, sodass nur der Wasserkreislauf ins Haus führt.
Beim Split-Gerät verteilt sich der Kältekreislauf auf eine Außen- und eine Inneneinheit, verbunden durch eine kältemittelführende Leitung, die durch das Gebäude verläuft. Diese Bauart bringt strengere technische Auflagen mit sich:
- Gaswarnmelder in Innenräumen zur Früherkennung austretenden Kältemittels.
- Mindestabstände zu Zündquellen im Aufstellraum der Inneneinheit.
- Maximale Füllmengen pro Raumvolumen, die eine gefährliche Gaskonzentration im Störfall verhindern.
- In der Regel eine Kälteschein-Pflicht für den ausführenden Fachbetrieb, da das brennbare Kältemittel das Gebäude erreicht.
Beim Monoblock-Gerät entfällt diese Pflicht meist, weil der Kältekreislauf vollständig in der Außeneinheit verbleibt und das Kältemittel den Innenraum nicht erreicht.
Die Gesamtkosten einer Propan-Wärmepumpe liegen 2026 nach marktüblichen Vergleichswerten inklusive Gerät und Einbau zwischen 27.000 und 45.000 Euro für ein Einfamilienhaus, abhängig von Leistungsgröße, Bauart und Aufstellungssituation. Ein Monoblock-Gerät benötigt dabei geringeren Installationsaufwand als ein Split-Gerät.
Kostenposition | Betrag |
Installation Monoblock-Gerät | 3.000–5.000 € |
Installation Split-Gerät | 4.000–7.000 € |
Gesamtkosten inkl. Gerät und Einbau (EFH) | 27.000–45.000 € |
Grundförderung KfW-458 | 30 % der förderfähigen Kosten |
Original-Berechnung: Wie die Reform vom 21.07.2026 die Förderung konkret verändert
Vorher (bis 20.07.2026, galt für die erste Wohneinheit): Die förderfähige Kostenobergrenze lag bei 30.000 €, die Grundförderung bei 30 % plus einem Effizienzbonus von 5 Prozentpunkten für natürliche Kältemittel wie R290, zusammen also 35 %. Die Fördersumme betrug damit 30.000 € × 35 % = 10.500 €.
Nachher (ab 21.07.2026): Die förderfähige Kostenobergrenze sinkt auf 28.000 €, die Grundförderung bleibt bei 30 %, der Effizienzbonus entfällt vollständig. Die Fördersumme beträgt damit 28.000 € × 30 % = 8.400 €.
Ergebnis: Bei identischen Gesamtkosten sinkt die Fördersumme für eine Propan-Wärmepumpe durch die Reform um 2.100 Euro — ausschließlich durch den Wegfall des Effizienzbonus und die niedrigere Kostenobergrenze, unabhängig vom Kältemittel.
Wer ausschließlich den Anschaffungspreis vergleicht, ohne die aktuelle Grundförderung einzukalkulieren, verzerrt den Vergleich zwischen Propan-Wärmepumpen und Geräten mit klassischem Kältemittel.
Die jährlichen Betriebskosten einer Propan-Wärmepumpe liegen im Referenzszenario zwischen 830 und 951 Euro für reinen Stromverbrauch, abhängig vom SCOP-Wert des Modells, dem Wärmebedarf des Gebäudes und dem Strompreis. Die Formel dafür lautet:
Betriebskosten pro Jahr = (Wärmebedarf in kWh ÷ SCOP) × Strompreis (€/kWh)
Beispiel: Bei einem Wärmebedarf von 12.000 kWh/Jahr, einem SCOP von 4,77 (Buderus Logatherm WLW186i AR bei W35) und einem Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh ergibt sich: 12.000 kWh ÷ 4,77 = 2.515,7 kWh Stromverbrauch, multipliziert mit 0,370 €/kWh ergibt rund 931 Euro Stromkosten pro Jahr.
Der SCOP-Wert unterscheidet sich je nach Hersteller spürbar. Das effizienteste Modell in der Marktübersicht ist die Stiebel Eltron WPL-A 5.2 Plus mit einem SCOP von 5,35, während das Bosch Compress 5800i AW mit einem SCOP-Bereich von 4,57–4,77 am unteren Ende liegt — ein höherer SCOP senkt die Stromkosten pro Heizperiode entsprechend. R32-Wärmepumpen mit vergleichbarer Baugröße liegen tendenziell im gleichen COP-Bereich wie R290-Modelle; R290 erreicht dabei jedoch häufiger höhere Vorlauftemperaturen ohne zusätzlichen Heizstab.
Aktuelle R290-Wärmepumpen erreichen im Labortest SCOP-Werte zwischen 4,57 und 5,35 bei der Prüftemperatur W35, abhängig von Hersteller und Modell. Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) errechnet sich nach DIN EN 14825 aus mehreren Prüftemperaturen und beschreibt die saisonale Leistungszahl über ein ganzes Jahr.
Der SCOP fällt bei höherer Vorlauftemperatur spürbar niedriger aus:
- Daikin Altherma 4 H: Der SCOP erreicht laut Herstellerdatenblatt bis zu 5,14 bei W35 und sinkt bei höherer Vorlauftemperatur (W55) auf Werte um 4,04.
- Viessmann Vitocal 250-A (Modell A10): SCOP sinkt von 5,01 bei W35 auf 3,87 bei W55.
- Stiebel Eltron WPL-A 5.2 Plus: SCOP 5,35 bei W35, der höchste Wert der verglichenen Modelle.
Für die Effizienzbewertung ist deshalb entscheidend, welche Vorlauftemperatur das Heizsystem tatsächlich benötigt. Fußbodenheizungen mit W35-Bedarf profitieren stärker von hohen SCOP-Werten als Bestandsgebäude mit Heizkörpern und W55-Bedarf.
Für die Außenaufstellung einer Propan-Wärmepumpe gelten feste Mindestabstände zu Gebäudeöffnungen und Nachbargrundstücken, damit austretendes Propan im Störfall nicht in geschlossene Räume gelangen oder sich an der Grundstücksgrenze ansammeln kann.
Regel | Wert |
Mindestabstand zu Fenstern, Türen, Lüftungsöffnungen | 1 m |
Mindestabstand Geräteoberkante zu Gebäudeöffnungen | 0,5 m |
Mindestabstand zu Nachbargrundstück / öffentlicher Fläche | 3 m |
Füllmengengrenze für vereinfachte Innenaufstellung | 150 g |
Die 3-Meter-Regel zum Nachbargrundstück betrifft in dicht bebauten Wohngebieten häufig die Standortwahl stärker als die Gerätegröße selbst. Eine Vor-Ort-Prüfung durch den Fachbetrieb vor der Bestellung ist bei kleinen Grundstücken deshalb sinnvoll. Ab einer Füllmenge von 3 kg schreibt DIN EN 378 zusätzlich eine jährliche Dichtheitsprüfung vor, unabhängig vom Aufstellort.
Eine Innenaufstellung ist möglich, wenn die Füllmenge des Geräts 150 Gramm Propan nicht überschreitet — dann sind nach DIN EN 378-1 keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Diese Schwelle gilt unabhängig von der Gebäudegröße und ist bei den meisten Einfamilienhaus-Split-Geräten die entscheidende technische Grenze.
Liegt die Füllmenge über 150 Gramm, verlangt die Innenaufstellung zusätzliche technische Maßnahmen wie Gassensoren, die eine gefährliche Gaskonzentration frühzeitig erkennen und die Anlage automatisch abschalten. In der Praxis setzen die meisten Hersteller bei Einfamilienhaus-Geräten deshalb auf die Außenaufstellung als Monoblock, um diese Zusatzauflagen zu vermeiden. Split-Geräte mit höherer Füllmenge kommen vor allem bei größeren Leistungsbereichen zum Einsatz.
Mehrere etablierte Hersteller bieten R290-Wärmepumpen für den deutschen Markt an, die sich in Leistungsbereich, Effizienz und Zielsegment unterscheiden. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit des Gesamtmarkts, da laufend weitere Hersteller nachziehen.
Hersteller | Modell | Leistungsbereich | SCOP (W35) | Max. Vorlauf |
Bosch | Compress 5800i AW | 3,9–11,6 kW | 4,57–4,77 | 75 °C |
Buderus | Logatherm WLW186i AR | k. A. | 4,77 | 75 °C |
Viessmann | Vitocal 250-A (A10) | 2,1–18,5 kW | 5,01 | k. A. |
Vaillant | aroTHERM plus /8.1 | 3,5–12,5 kW | 4,7–5,3 | k. A. |
Daikin | Altherma 4 H | k. A. | 5,14 | k. A. |
Stiebel Eltron | WPL-A 5.2 Plus | k. A. | 5,35 | k. A. |
Weishaupt | WWP L A | 18–60 kW (bis 840 kW im Kaskadenverbund) | k. A. | k. A. |
Weishaupt deckt mit der WWP L A einen höheren Leistungsbereich ab als die übrigen hier verglichenen Hersteller, die Einfamilienhaus-taugliche Geräte mit Leistungsbereichen zwischen rund 2 und 18 kW anbieten. Die
Viessmann Vitocal 250-A erzielte im unabhängigen Stiftung-Warentest-Vergleich unter den geprüften Modellen das beste Ergebnis.
Die Förderung für Propan-Wärmepumpen läuft 2026 über das KfW-Programm 458 und wurde zum 21.07.2026 grundlegend angepasst. Zwischen dem 09. und 20.07.2026 galt eine Umstellungsphase, in der keine neuen Antragsbestätigungen erstellt werden konnten.
Förderbestandteil | Ab 21.07.2026 |
Grundförderung | 30 % |
Förderfähige Kostenobergrenze (1. Wohneinheit) | 28.000 € |
Effizienzbonus (natürliches Kältemittel) | entfällt |
Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % |
Einkommensbonus | gestaffelt: 10 % / 30 % / 40 % nach Haushaltsjahreseinkommen |
Förderobergrenze | bis 80 % für Haushalte bis 40.000 € zu versteuerndem Einkommen |
Bemerkenswert: Der bisherige
Effizienzbonus von 5 Prozentpunkten, den R290-Wärmepumpen für das natürliche Kältemittel zusätzlich erhielten, entfällt mit der Reform vollständig. Wärmepumpen mit natürlichem und mit synthetischem Kältemittel werden dadurch bei der
aktuellen KfW-Förderung gleichgestellt. Perspektivisch bevorzugt die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 Modelle wie R290 gegenüber klassischen R32-Geräten am Markt, unabhängig von der Förderhöhe.
Die Installation einer Propan-Wärmepumpe folgt einem klaren Ablauf, wobei die Kälteschein-Pflicht je nach Bauart unterschiedlich ausfällt:
- Standortwahl unter Einhaltung der Abstandsregeln zu Fenstern, Türen und Nachbargrundstück.
- Angebotsvergleich bei mehreren zertifizierten Fachbetrieben, idealerweise zwei bis drei Angebote.
- Montage durch den Fachbetrieb einschließlich Elektro- und Hydraulikanschluss.
- Inbetriebnahme mit Dichtheitsprüfung des Kältekreislaufs vor der ersten Nutzung.
Für Split-Geräte benötigt der ausführende Betrieb in der Regel eine Kälteschein-Zertifizierung nach Kategorie I, da die kältemittelführende Leitung ins Gebäude reicht. Bei Monoblock-Geräten entfällt diese Pflicht meist, weil der komplette Kältekreislauf in der Außeneinheit verbleibt und das brennbare Kältemittel den Innenraum nicht erreicht.
Das Explosionsrisiko einer fachgerecht installierten Propan-Wärmepumpe ist gering, wenn die geltenden Sicherheitsauflagen der Sicherheitsgruppe A3 eingehalten werden. Propan selbst zündet erst ab einer Temperatur von 470 °C und muss zusätzlich in einer bestimmten Konzentration mit Luft vorliegen, um ein zündfähiges Gemisch zu bilden.
Die geringe Gefährdung im praktischen Betrieb ergibt sich aus dem Zusammenspiel mehrerer technischer Schutzmaßnahmen: der Füllmengenbegrenzung auf 150 g bei Innenaufstellung, den Mindestabständen bei Außenaufstellung und — bei größeren Füllmengen — den vorgeschriebenen Gassensoren, die eine gefährliche Konzentration frühzeitig erkennen und die Anlage automatisch abschalten. Eigentümer sollten den Einbau einer Propan-Wärmepumpe ihrem Gebäudeversicherer melden, damit im Schadensfall der volle Versicherungsschutz besteht.
Die zentralen Nachteile einer Propan-Wärmepumpe sind die brennbarkeitsbedingten Aufstellungsauflagen, die zusätzliche Dichtheitsprüfungspflicht ab 3 kg Füllmenge und mögliche Unsicherheiten bei Versicherung und Kälteschein-Zuständigkeit.
- Brennbarkeit unterschätzt: Wird der Standort ohne Rücksicht auf Abstände zu Fenstern oder Nachbargrundstücken gewählt, entspricht die Anlage nicht der Sicherheitsgruppe-A3-Vorgabe und muss unter Umständen nachträglich versetzt werden.
- Dichtheitsprüfung vergessen: Bei Geräten ab 3 kg Füllmenge gefährden fehlende jährliche Prüfnachweise Garantie- und Versicherungsansprüche.
- Versicherung nicht informiert: Wird der Einbau dem Gebäudeversicherer nicht gemeldet, drohen im Schadensfall Deckungslücken.
- Kälteschein-Zuständigkeit falsch eingeschätzt: Wird bei der Angebotseinholung nicht zwischen Monoblock- und Split-Bauart unterschieden, fehlt dem beauftragten Betrieb bei Split-Geräten möglicherweise die erforderliche Qualifikation, was die Installation verzögert.
Diese Risiken lassen sich mit sorgfältiger Standortplanung, einem festen Wartungsvertrag und der frühzeitigen Abstimmung mit Versicherer und Fachbetrieb vermeiden.
Im unabhängigen Wärmepumpen-Test von Stiftung Warentest belegte die Viessmann Vitocal 250-A, ein R290-Modell, den ersten Platz unter den geprüften Geräten. Diese Testergebnisse liefern eine unabhängige Bestätigung für die Praxistauglichkeit von R290-Technik im Einfamilienhaus-Segment.
Ergänzend führt das Wärmepumpen-Testzentrum WPZ der Ostschweizer Fachhochschule (OST) unabhängige Leistungsprüfungen durch, die reale Effizienzwerte unter Feldbedingungen statt reiner Labor-SCOP-Werte ermitteln. Solche Feldtests liegen tendenziell unter den Herstellerangaben bei W35, liefern aber realistischere Werte für die Betriebskosten-Kalkulation im Bestandsgebäude.
Der regulatorische Rahmen begünstigt R290 gegenüber synthetischen Kältemitteln zunehmend, weil die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 den Einsatz fluorierter Kältemittel schrittweise einschränkt. Die Verordnung trat am 11. März 2024 in Kraft und sieht eine Halbierung der verfügbaren HFKW-Mengen bereits 2027 gegenüber dem Niveau von 2025/2026 vor.
Für kleinere Geräteklassen greift ein vollständiges Verbot fluorierter Kältemittel unabhängig vom GWP-Wert: Ab 2032 für Monoblock-Wärmepumpen bis 12 kW und ab 2035 für Split-Geräte bis 12 kW dürfen in diesen Klassen keine fluorierten Kältemittel mehr eingesetzt werden. R290 ist von diesen Beschränkungen nicht betroffen, da es sich um ein natürliches Kältemittel handelt — ein Grund, warum Hersteller ihr Produktportfolio zunehmend auf R290 umstellen, während R32-Geräte in den betroffenen Leistungsklassen mittelfristig vom Markt für Neuanlagen verschwinden.
Eine Propan-Wärmepumpe lohnt sich besonders für Eigentümer von Sanierungsobjekten mit Bestandsheizkörpern, für Käufer mit Blick auf die künftigen Beschränkungen der F-Gase-Verordnung und für alle, die Wert auf ein Kältemittel mit minimalem Treibhauspotenzial legen.
Nutzerprofil | Eignung und Empfehlung |
Sanierungsfall mit Bestandsheizkörpern, hoher Vorlaufbedarf | Sehr geeignet — R290-Modelle erreichen bis zu 75 °C Vorlauf ohne vollflächigen Heizkörper-Umbau |
Neubau mit Fußbodenheizung, niedriger Vorlaufbedarf (W35) | Geeignet — SCOP-Werte von bis zu 5,35 (W35) senken die Betriebskosten deutlich |
Käufer mit Blick auf die F-Gase-Verordnung | Sehr geeignet — R290 ist von den ab 2032/2035 greifenden Verbotsfristen für fluorierte Kältemittel nicht betroffen |
Reine Anschaffungspreis-Optimierung ohne Förderrechnung | Bedingt geeignet — der Wegfall des Effizienzbonus zum 21.07.2026 relativiert den früheren Förder-Kostenvorteil von R290 |
Gewerbliche Großanlage / Hallenheizung | Geeignet mit Weishaupt WWP L A im Kaskadenverbund bis 840 kW |
Der tatsächliche Eigenanteil nach Förderung ergibt sich erst im direkten Vergleich bei einem zertifizierten Fachbetrieb, der die aktuelle Grundförderung und die individuelle Kostensituation für R290- und klassische Kältemittel-Modelle einbezieht. Die
Stiftung-Warentest-Ergebnisse für Wärmepumpen bieten dafür eine zusätzliche, unabhängige Orientierung.