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Ratgeber · Wärmepumpe

Brauchwasserwärmepumpe 2026: Kosten, Test und Förderung

Was eine Brauchwasserwärmepumpe 2026 kostet, welches Modell im Stiftung-Warentest-Vergleich gewann und wie die neue BEG-Förderung ab 21.07.2026 wirkt.

Von wärmepumpen-preise.de Redaktion · Unabhängige Wärmepumpen-Beratung10 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Brauchwasserwärmepumpe kostet 2026 zwischen 2.400 € und 6.500 € je nach Speichergröße und Ausstattung. Der Stiftung-Warentest-Testsieger von 07/2026 senkt die Betriebskosten deutlich unter frühere Schätzungen.
  • Kosten: Geräte im aktuellen Stiftung-Warentest-Test kosten 2.400 € bis 3.400 € plus Installation; Premium-Modelle bis 6.500 €
  • Testsieger: Die Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus erreichte im Test 07/2026 die beste Effizienz mit rund 419 € Stromkosten pro Jahr
  • Speichergröße: Marktstandard sind 260 bis 300 Liter für einen 3- bis 4-Personen-Haushalt
  • Förderung ab 21.07.2026: Die KfW-Grundförderung bleibt bei 30 %, der Einkommensbonus ist jetzt gestaffelt (40 %/30 %/10 %)
  • Legionellenschutz: Eine wöchentliche Erwärmung auf 60 °C tötet Legionellen zuverlässig ab
Stand: 15.07.2026

Was ist eine Brauchwasserwärmepumpe und wie funktioniert sie?

Eine Brauchwasserwärmepumpe (auch Warmwasserwärmepumpe oder Wärmepumpenboiler genannt) ist ein Gerät, das Umgebungswärme aus der Raum- oder Außenluft nutzt, um Trinkwasser zu erwärmen, statt Strom direkt in Wärme umzuwandeln. Moderne Geräte erreichen laut Herstellerangaben einen COP von bis zu 4,21 bei 20 °C Lufttemperatur. Ein Kältemittel verdampft im Verdampfer bei niedriger Temperatur und nimmt dabei Wärme aus der Luft auf. Ein Kompressor verdichtet dieses Kältemittel anschließend auf ein höheres Temperaturniveau. Im Kondensator gibt das heiße Kältemittel die Wärme an das Trinkwasser ab. Ein Expansionsventil entspannt das Kältemittel danach wieder, sodass der Kreislauf erneut beginnen kann.
Wie die Stiftung Warentest formuliert: "Wer den eigenen Warmwasserbedarf kostengünstig und umweltschonend decken möchte, für den kann eine Brauchwasser-Wärmepumpe – auch Warmwasser-Wärmepumpe genannt – eine interessante Lösung sein."

Welche vier Komponenten hat eine Brauchwasserwärmepumpe?

Eine Brauchwasserwärmepumpe besteht aus vier Hauptkomponenten, die in einem geschlossenen Kältekreis zusammenarbeiten:
  • Verdampfer – ein Lamellen-Wärmetauscher aus Aluminium oder Kupfer, der der angesaugten Luft Wärme entzieht und dabei Kondenswasser erzeugt, das kontinuierlich abgeführt werden muss
  • Kompressor (Scrollverdichter oder Rotationsverdichter) – verdichtet das Kältemittel mechanisch und erhöht dadurch dessen Temperatur- und Druckniveau
  • Kondensator – ein Plattenwärmetauscher aus Edelstahl, der die Wärme des komprimierten Kältemittels an das durchströmende Trinkwasser übergibt
  • Expansionsventil – ein thermisches oder elektronisches Ventil, das den Kältemittelmassenstrom präzise reguliert und so den COP optimiert
Diese Komponenten arbeiten in einem hermetisch versiegelten Kreislauf, dessen Effizienz durch die physikalische Carnot-Grenze begrenzt wird. Moderne Scrollverdichter erreichen dabei einen technologisch hohen Reifegrad im Vergleich zu älteren Rotationsverdichter-Modellen.

Wie effizient ist eine Brauchwasserwärmepumpe (COP und JAZ)?

Eine Brauchwasserwärmepumpe erreicht laut Herstellerangaben (Stiebel Eltron, nach EN 16147) COP-Werte von bis zu 4,21 bei 20 °C Lufttemperatur — aus 1 kWh Strom werden über 4 kWh Wärmeenergie. Der COP beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung unter definierten Prüfbedingungen. Die Stiftung Warentest ermittelt die Effizienz unter eigenen, davon abweichenden Prüfbedingungen und veröffentlicht keinen direkt vergleichbaren COP-Wert. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) bildet denselben Zusammenhang über ein komplettes Betriebsjahr ab und berücksichtigt saisonale Schwankungen sowie das tatsächliche Zapfverhalten des Haushalts. Je höher COP und JAZ, desto niedriger die jährlichen Stromkosten für die Warmwasserbereitung.
Die tatsächliche Effizienz hängt vor allem von der Quelltemperatur ab: Ein beheizter Kellerraum mit konstant hoher Lufttemperatur liefert bessere Werte als ein kalter, unbeheizter Aufstellraum. Auch das Zapfprofil spielt eine Rolle — eine gleichmäßige Wasserentnahme über den Tag ist effizienter als wenige große Entnahmen mit häufigen Kaltstarts des Kompressors.

Wie viel Strom verbraucht eine Brauchwasserwärmepumpe pro Jahr?

Das Testsieger-Modell Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus erreichte im Stiftung-Warentest 07/2026 durchschnittliche Stromkosten von rund 419 € pro Jahr — knapp 20 % effizienter als das zweitplatzierte Gerät im Test. Das Ergebnis basiert auf dem realen Testverfahren der Stiftung Warentest, die fünf Geräte verschiedener Hersteller unter vergleichbaren Bedingungen prüfte.

Kennzahl

Testsieger (Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus)

Zweitplatziertes Testgerät

Jährliche Stromkosten

419 €

rund 20 % höher

Effizienzvorteil

Referenzwert

−20 % gegenüber Testsieger

Die genauen Verbrauchswerte variieren mit Haushaltsgröße und Nutzungsverhalten. Effizienzunterschiede zwischen Modellen von bis zu einem Fünftel sind bei der Kaufentscheidung ein entscheidender Kostenfaktor über die gesamte Nutzungsdauer.

Welche Brauchwasserwärmepumpe hat Stiftung Warentest 2026 zum Testsieger gemacht?

Die Stiftung Warentest kürte in Ausgabe 07/2026 die Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus zum Testsieger unter fünf getesteten Brauchwasserwärmepumpen. Getestet wurden Geräte der Hersteller Stiebel Eltron, Viessmann, Vaillant, Dimplex und Austria Email — jeweils mit Preisen zwischen 2.400 € und 3.400 € zuzüglich Installationskosten. Der Testsieger überzeugte durch die höchste gemessene Effizienz im gesamten Testfeld.

Testkriterium

Ergebnis

Getestete Geräte

5 Modelle (Stiebel Eltron, Viessmann, Vaillant, Dimplex, Austria Email)

Geräte-Preisspanne

2.400 € bis 3.400 € (ohne Installation)

Speichergröße im Test

260 bis 300 Liter

Mindestraumvolumen

20 Kubikmeter

Testsieger

Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus

Effizienzvorsprung Testsieger

rund 20 % gegenüber Platz 2

Für die Kaufentscheidung ist der aktuelle Test eine verlässlichere Grundlage als ältere Herstellerangaben, da alle fünf Geräte unter identischen Bedingungen geprüft wurden.

Was kostet eine Brauchwasserwärmepumpe mit Installation?

Eine Brauchwasserwärmepumpe kostet 2026 zwischen 2.400 € und 6.500 € inklusive Installation, abhängig von Speichergröße, Marke und Systemkomplexität. Die im aktuellen Stiftung-Warentest-Vergleich geprüften Geräte lagen bei Anschaffungspreisen von 2.400 € bis 3.400 € ohne Installation. Hinzu kommen hydraulische Anbindung, elektrische Installation und bei Außenluftanbindung zusätzliche Luftkanäle.

Kostenposition

Spanne

Geräteanschaffung (Testfeld 07/2026)

2.400 € – 3.400 €

Premium-Geräte mit Hybridfunktion

bis 6.500 €

Hydraulische Installation

mehrere hundert Euro, projektabhängig

Aeraulische Installation (bei Außenluft)

zusätzlicher Aufwand für Luftkanäle

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Die konkrete Gesamtinvestition hängt stark vom individuellen Installationsszenario ab — insbesondere davon, ob ein vorhandener Speicher weitergenutzt werden kann oder ein komplettes Kompaktgerät benötigt wird.

Wie schnell amortisiert sich eine Brauchwasserwärmepumpe?

Amortisationszeit = Nettoinvestition ÷ jährliche Einsparung gegenüber dem bisherigen System
Beispielrechnung: Bei einer Nettoinvestition von 2.500 € (nach Förderung) und einer jährlichen Einsparung von 500 € gegenüber einem elektrischen Durchlauferhitzer ergibt sich in diesem Rechenbeispiel eine Amortisationszeit von 5 Jahren. Die tatsächliche Amortisationszeit variiert je nach bisherigem System (Elektroboiler, Durchlauferhitzer, Gas- oder Ölheizung im Sommerbetrieb), den erzielten Fördersätzen nach der neuen BEG-Struktur ab 21.07.2026 und der individuellen Stromkostenentwicklung; je günstiger die Ausgangssituation, desto kürzer kann sich die Investition auch deutlich schneller amortisieren als in diesem Beispiel. Wer die volle Förderung mit Einkommensbonus nutzt, reduziert die Nettoinvestition erheblich und verkürzt damit die Amortisationszeit spürbar gegenüber einem Kauf ohne Förderung.

Welche Speichergröße brauche ich für meinen Haushalt?

Die im aktuellen Stiftung-Warentest-Testfeld 07/2026 geprüften Geräte mit 260 bis 300 Litern decken den Bedarf von drei bis fünf Personen ab und bilden damit den praxisrelevanten Richtwert für die Dimensionierung. Die VDI-Richtlinie 6003 definiert ergänzend den Warmwasserbedarf pro Person und Tag als Grundlage der Dimensionierung. Eine Unterdimensionierung führt zu häufigen Nachheizungen durch den elektrischen Heizstab (COP = 1,0), was die Jahresarbeitszahl verschlechtert; eine Überdimensionierung erhöht unnötig Anschaffungskosten und Stillstandsverluste.

Welche Speichergrößen gibt es je nach Haushaltsgröße?

Haushaltsgröße

Empfohlene Speichergröße

1–2 Personen

kleinere Kompaktgeräte

2–3 Personen

Standardgröße im unteren Marktsegment

3–4 Personen

260 bis 300 Liter (Marktstandard, laut Stiftung-Warentest-Testfeld 07/2026)

5–6 Personen

größere Speicher oder Split-Systeme mit externem Großspeicher

Die im aktuellen Test geprüften Geräte mit 260 bis 300 Litern decken den Bedarf der meisten Einfamilienhaushalte ab und stellen damit den praxisrelevanten Referenzbereich für Kaufentscheidungen dar.

Wie wird eine Brauchwasserwärmepumpe ab 21.07.2026 gefördert?

Seit dem 21.07.2026 gelten neue Förderbedingungen der KfW-Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die sich auch auf Brauchwasserwärmepumpen im Kontext eines Heizungstauschs auswirken können. Die Grundförderung bleibt bei 30 % der förderfähigen Kosten. Der bisher pauschale Einkommensbonus von 30 % wurde durch eine neue Staffelung ersetzt.

Förderbestandteil

Wert ab 21.07.2026

Grundförderung

30 % (unverändert)

Förderfähige Kosten, Höchstbetrag 1. Wohneinheit

28.000 € (bisher 30.000 €, bis 20.07.2026 gültig)

Einkommensbonus bis 30.000 € Haushaltseinkommen

40 %

Einkommensbonus 30.000–40.000 €

30 %

Einkommensbonus 40.000–50.000 €

10 %

Klimageschwindigkeitsbonus

16 % (bisher 20 %, bis 20.07.2026 gültig)

Förderobergrenze

70 %, bzw. 80 % bei Haushaltseinkommen bis 40.000 €

Der Effizienzbonus und der Emissionsminderungszuschlag entfallen zum 21.07.2026 vollständig. Ab dem 01.02.2027 ist zudem eine halbjährliche Absenkung des Förderhöchstbetrags um jeweils 750 € vorgesehen. Für Brauchwasserwärmepumpen gilt: Eine eigenständige Förderfähigkeit setzt in der Regel voraus, dass sie im Rahmen eines Gesamtsanierungskonzepts einen relevanten Anteil der thermischen Last übernimmt — die genauen Anerkennungskriterien sollten vor Antragstellung mit einem Energieberater geklärt werden.

Welche Voraussetzungen stellt das GEG an eine Brauchwasserwärmepumpe?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) stellt folgende relevante Anforderungen im Zusammenhang mit Brauchwasserwärmepumpen:
  • Bei Installation oder Austausch von Wärmeerzeugern ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen und zu dokumentieren
  • Eine Brauchwasserwärmepumpe allein deckt in der Regel nicht die vollständige 65 %-Erneuerbare-Energien-Pflicht ab, da sie nur einen Teil der thermischen Gesamtlast übernimmt
  • In Kombination mit einer Hybridheizung kann sie zur Erfüllung der EE-Pflicht beitragen, wenn der nachgewiesene Erneuerbaren-Anteil über das Jahr ausreicht
  • Die Speicherdimensionierung sollte sich an der VDI-Richtlinie 6003 orientieren

Kann ich eine Brauchwasserwärmepumpe mit meiner bestehenden Heizung kombinieren?

Ja, eine Brauchwasserwärmepumpe lässt sich problemlos mit Ölheizung, Gasheizung oder Photovoltaik kombinieren. Die Brauchwasserwärmepumpe übernimmt dabei ganzjährig die Warmwasserbereitung, während die bestehende fossile Heizung nur noch für die Raumwärme benötigt wird. Dadurch entfällt insbesondere der ineffiziente Sommerbetrieb fossiler Kessel, die im reinen Warmwasserbetrieb oft deutlich schlechtere Wirkungsgrade erreichen als im Winterbetrieb mit Heizlast. Bei einer Gasheizung profitiert der verbleibende Heizkessel zusätzlich von niedrigeren Rücklauftemperaturen im Winter, da die Warmwasserbereitung nicht mehr die Kesseltemperatur anhebt.

Wie viel spart eine Brauchwasserwärmepumpe mit Photovoltaik?

Die Kombination aus Photovoltaik und Brauchwasserwärmepumpe reduziert die Netzstromkosten deutlich, da überschüssiger PV-Strom direkt zur Warmwasserbereitung genutzt werden kann. Über ein Energiemanagement-System (EMS) oder eine SG-Ready-Schnittstelle wird die Wärmepumpe bevorzugt dann aktiviert, wenn PV-Überschuss zur Verfügung steht — typischerweise in den Mittagsstunden. Ohne gezielte Steuerung wird nur ein kleinerer Teil des PV-Ertrags für die Warmwasserbereitung genutzt; mit intelligentem Lastmanagement lässt sich der Eigenverbrauchsanteil für diesen Zweck erheblich steigern.

Wie unterscheidet sich die Brauchwasserwärmepumpe vom Elektroboiler oder Durchlauferhitzer?

Die Brauchwasserwärmepumpe unterscheidet sich von klassischen Elektroboilern und Durchlauferhitzern vor allem durch den COP: Während ein elektrischer Durchlauferhitzer nahezu verlustfrei Strom in Wärme umwandelt (COP nahe 1,0), nutzt die Brauchwasserwärmepumpe zusätzlich kostenlose Umweltwärme und erreicht dadurch einen COP von deutlich über 3. Die Wärmepumpen sind besonders gut als Ersatz für elektrische Boiler oder zentrale Durchlauferhitzer geeignet, da sie für dieselbe Warmwassermenge erheblich weniger Strom benötigen.

Wärmepumpen-Check

Wie sieht die Rechnung für Ihr Haus aus?

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Merkmal

Brauchwasserwärmepumpe

Elektroboiler

Durchlauferhitzer

COP

über 3,0 (bis 4,21 im Test)

ca. 1,0

ca. 1,0

Speicherprinzip

Speicher mit Wärmepumpentechnik

Speicher mit Heizstab

keine Speicherung, Direkterhitzung

Stromverbrauch bei gleichem Bedarf

deutlich niedriger

hoch

hoch

Investitionskosten

höher

niedrig

niedrig

Platzbedarf

Aufstellraum mit Mindestvolumen nötig

gering

sehr gering

Der höhere Anschaffungspreis der Brauchwasserwärmepumpe relativiert sich über die Nutzungsdauer durch die deutlich niedrigeren laufenden Stromkosten gegenüber reinen Elektrolösungen.

Welche Brauchwasserwärmepumpe ist die beste? Herstellervergleich 2026

Die beste Brauchwasserwärmepumpe hängt vom individuellen Anspruch ab: Für geprüfte Effizienz gilt laut Stiftung Warentest 07/2026 die Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus als Referenz, während Hersteller wie Viessmann, NIBE, Vaillant, Weishaupt, Wolf, Austria Email, Tesy, Remko, Ochsner, Gelbi und Ariston unterschiedliche Marktsegmente von Premium bis Preis-Leistung abdecken.

Hersteller/Segment

Positionierung

Stiebel Eltron

Testsieger Stiftung Warentest 07/2026, höchste geprüfte Effizienz

Viessmann

Premium-Segment, breites Modellportfolio, siehe auch Vitocal-Vergleich

Vaillant

im Testfeld 07/2026 vertreten, Qualitätssegment

Dimplex

im Testfeld 07/2026 vertreten

Austria Email

im Testfeld 07/2026 vertreten, bekannt für Anodentechnik

NIBE, Weishaupt, Wolf

etablierte Qualitätshersteller im deutschen Markt

Tesy, Remko

Preis-Leistungs-Segment

Ochsner, Gelbi, Ariston

Split-Systeme ohne integrierten Speicher

Für die konkrete Kaufentscheidung ist der aktuelle, unter identischen Bedingungen durchgeführte Stiftung-Warentest-Vergleich die verlässlichste öffentlich verfügbare Grundlage, da Herstellerangaben zu Effizienzwerten nicht immer unter vergleichbaren Bedingungen ermittelt wurden.

Wie viel Wartung braucht eine Brauchwasserwärmepumpe und wie lange hält sie?

Eine Brauchwasserwärmepumpe benötigt im Vergleich zu fossilen Heizkesseln deutlich weniger Wartungsaufwand. Regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb sorgt dafür, dass Verdampfer, Kondenswasserablauf und Anodenfunktion zuverlässig arbeiten. Typische Verschleißteile sind Anode und Luftfilter, während der Kompressor als technisch anspruchsvollste Komponente die längste erwartbare Lebensdauer bestimmt.
  • Wartung: regelmäßige Kontrolle von Verdampfer, Kondenswasserablauf, Kältemittelfüllstand und elektrischen Anschlüssen durch einen Fachbetrieb
  • Anode: klassische Opferanoden müssen periodisch geprüft und bei Bedarf gewechselt werden; wartungsfreie Alternativen sind am Markt verfügbar
  • Luftfilter: regelmäßige Reinigung durch den Eigentümer verhindert reduzierten Luftvolumenstrom und COP-Verluste
  • Lebensdauer: der Warmwasserspeicher ist meist die langlebigste Komponente, während Kompressor und Elektronik früher ausfallanfällig werden können
Ein Blick in die App-gestützte Fehlerdiagnose moderner Geräte hilft, sinkende Effizienz oder ungewöhnliche Betriebsgeräusche frühzeitig zu erkennen, bevor größere Reparaturen nötig werden. Details zu Wartungskosten bei Wärmepumpen generell gelten sinngemäß auch für Brauchwasserwärmepumpen.

Wo sollte die Brauchwasserwärmepumpe aufgestellt werden?

Die optimale Aufstellung einer Brauchwasserwärmepumpe erfolgt in einem ausreichend großen, gut belüfteten Raum, da das Gerät kontinuierlich Luft ansaugt und abgekühlte Abluft sowie Kondenswasser erzeugt. Nach den Vorgaben aus dem aktuellen Stiftung-Warentest-Vergleich benötigt das Gerät einen Aufstellraum mit einem Mindestvolumen von 20 Kubikmetern. Ein beheizter Keller- oder Hauswirtschaftsraum liefert dabei in der Regel eine höhere und konstantere Quelltemperatur als ein unbeheizter Raum oder eine Garage, was sich positiv auf die Effizienz auswirkt. Der anfallende Kondenswasserablauf muss zuverlässig zu einem Bodenablauf oder einer Hebeanlage geführt werden, um Rückstau und Eisbildung am Verdampfer zu vermeiden.

Was ist das Legionellen-Risiko und wie schützt man sich davor?

Legionellen sind Bakterien, die sich bevorzugt in einem bestimmten Temperaturbereich in Warmwassersystemen vermehren und beim Einatmen von Wassertröpfchen (etwa beim Duschen) gesundheitsgefährdend wirken können. Laut DVGW vermehren sich Legionellen bevorzugt im Temperaturbereich von 25 °C bis 45 °C. Der zuverlässige Schutz erfolgt über eine ausreichend hohe Speichertemperatur:
  • Speichertemperatur regelmäßig auf mindestens 60 °C anheben, wie es das DVGW-Arbeitsblatt W 551 für die thermische Desinfektion vorsieht
  • Zirkulationsrücklauf bei zentralen Anlagen auf mindestens 55 °C halten
  • Die thermische Desinfektion wöchentlich durchführen, um eine erneute Vermehrung zuverlässig zu unterbrechen
  • Bei Geräten mit niedrigerer maximaler Temperatur den elektrischen Heizstab gezielt für die Desinfektionsphase nutzen
Auch die Stiftung Warentest bestätigt die zentrale Rolle der Temperatur für die Trinkwasserhygiene: "Auch für die Hygiene spielt die Temperatur eine wichtige Rolle: Legionellen, gesundheitsgefährdende Bakterien, sterben zuverlässig erst bei 60 Grad Celsius ab." Wer sich intensiver mit dem Thema Legionellenschutz bei Wärmepumpen befassen möchte, findet dort die technischen Hintergründe im Detail.

Erreichen Brauchwasserwärmepumpen die notwendigen 60 °C zur thermischen Desinfektion?

Ja, moderne Brauchwasserwärmepumpen erreichen die für die thermische Desinfektion notwendigen 60 °C — teils rein thermodynamisch, teils mit Unterstützung eines elektrischen Heizstabs. Die genaue maximale Temperatur ohne Zuheizung hängt vom verwendeten Kältemittel und der Gerätetechnik ab. Für die wöchentliche Legionellenschaltung programmieren die meisten modernen Geräte automatisch eine zeitweise Anhebung der Solltemperatur, sodass Nutzer den Prozess nicht manuell auslösen müssen.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Brauchwasserwärmepumpe?

Eine Brauchwasserwärmepumpe kostet 2026 laut aktuellem Stiftung-Warentest-Vergleich zwischen **2.400 € und 3.400 €** für das Gerät allein, zuzüglich Installationskosten. Premium-Modelle mit erweiterter Ausstattung können bis zu 6.500 € kosten.

Welche Förderung gibt es 2026 für eine Brauchwasserwärmepumpe?

Seit dem 21.07.2026 gilt eine neue KfW-Förderstruktur mit **30 % Grundförderung**, einem gestaffelten Einkommensbonus von **40 %/30 %/10 %** je nach Haushaltseinkommen und einem Klimageschwindigkeitsbonus von **16 %**. Die Förderobergrenze liegt bei **70 %**, bzw. **80 %** für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 40.000 €.

Welche Brauchwasserwärmepumpe hat Stiftung Warentest 2026 zum Testsieger gemacht?

Testsieger im Stiftung-Warentest-Vergleich 07/2026 wurde die **Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus**, die im Testfeld die höchste Effizienz erreichte und rund 20 % niedrigere Stromkosten aufwies als das zweitplatzierte Gerät.

Wie schützt man sich vor Legionellen?

Der zuverlässige Schutz erfolgt durch regelmäßiges Anheben der Speichertemperatur auf mindestens **60 °C**, wie es das DVGW-Arbeitsblatt W 551 vorsieht. Moderne Brauchwasserwärmepumpen führen diese thermische Desinfektion automatisch und regelmäßig durch.

Wie viel Strom verbraucht eine Brauchwasserwärmepumpe im Jahr?

Der Stiftung-Warentest-Testsieger 07/2026 verursacht durchschnittliche Stromkosten von rund **419 € pro Jahr**. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Haushaltsgröße, Gerätemodell und Nutzungsverhalten ab.

Quellen

  1. KfW — Anpassungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude 2026
  2. Stiftung Warentest (test.de) — Brauchwasserwärmepumpen im Test: Heiß duschen, wenig zahlen
  3. DVGW e.V. — Legionellen Trinkwasserinstallation
  4. DVGW e.V. — DVGW-Arbeitsblatt W 551

Redaktion

wärmepumpen-preise.de Redaktion

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Die wärmepumpen-preise.de-Redaktion prüft jeden Ratgeber auf fachliche Richtigkeit — auf Basis der aktuellen BEG-Förderrichtlinien, technischer Normen und Erfahrungswerten aus realen Wärmepumpen-Projekten in Deutschland. Wir arbeiten herstellerunabhängig und verkaufen keine Anlagen.

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