Stand: 15.07.2026
Haier ist ein chinesischer Technologiekonzern, der seit den 1980er-Jahren im Bereich Haushaltsgeräte und Klimatechnik tätig ist und mit der ProWarm-Serie seit 2023 gezielt in den europäischen Wärmepumpenmarkt drängt. In Deutschland tritt der Hersteller über die Haier Germany GmbH mit Sitz in München auf, eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 266047. Der folgende Überblick ordnet Produktserien, Kosten, Förderung und Wettbewerbsposition ein — auf Basis der ab dem 21. Juli 2026 gültigen KfW-Regeln.
Wärmepumpen insgesamt gewinnen in Deutschland rasant an Marktanteil: Laut Statistischem Bundesamt heizen 73,6 % der im Jahr 2025 fertiggestellten rund 58.900 Wohngebäude hauptsächlich mit einer Wärmepumpe (Destatis, Pressemitteilung vom 10.06.2026). Bei den 2025 genehmigten Neubauten liegt der Anteil mit Wärmepumpe als Hauptheizung laut Destatis bei 83,0 % von insgesamt 62.100 genehmigten Wohngebäuden. Im Gebäudebestand dominiert dagegen noch Erdgas: Nach dem Zensus 2022 werden laut Destatis 53,9 % aller bestehenden Gebäude mit Wohnraum mit Erdgas beheizt — ein Hinweis auf das langfristige Marktpotenzial für Wärmepumpen-Anbieter wie Haier.
Haier strukturiert sein Wärmepumpen-Angebot 2026 nach Kältemittel-Generation und Anwendungsschwerpunkt: die ProWarm HPM-Serie als R290-Hauptlinie für Privathaushalte, die auslaufende Super Aqua HE-Serie mit R32, und die GT-Serie für Hochtemperatur-Nischenanwendungen. Alle drei Linien sind Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Die ProWarm HPM-Serie (Heat Pump Monoblock) deckt Leistungsklassen von 8 bis 14 kW ab und ist für den deutschen Privatmarkt konzipiert. Sie nutzt ausschließlich das natürliche Kältemittel R290 (Propan), das gegenüber dem synthetischen R32 einen deutlich niedrigeren GWP-Wert (Global Warming Potential) aufweist.
Serie | Kältemittel | Leistungsbereich | Max. Vorlauftemperatur | Status 2026 |
ProWarm HPM | R290 | 8–14 kW | 75 °C | Kern-Serie, aktuell |
Super Aqua HE | R32 | ähnlich | bis 60 °C | Auslaufend |
GT-Serie | R290 | bis 16 kW | 75 °C | Nischenanwendung (Hochtemperatur) |
Die
Super Aqua HE-Serie verwendet noch R32 als Kältemittel und wird laut Produktstrategie schrittweise durch R290-Modelle ersetzt. R32 hat einen GWP-Wert von 675 gegenüber 3 bei R290 — ein Faktor, der angesichts der schrittweise verschärften F-Gase-Verordnung relevant ist, auch wenn ein pauschales R32-Verbot für Bestandsanlagen nicht existiert. Details dazu behandelt der Artikel
R32-Kältemittel: Verbot 2027 und Alternativen.
Die GT-Serie richtet sich an Anwendungen mit besonders hohem Vorlaufbedarf, etwa Altbauten mit älteren Heizkörpern oder gewerbliche Prozesswärme-Anforderungen. Sie erreicht laut Herstellerangaben eine maximale Vorlauftemperatur von bis zu 75 °C durch Enhanced Vapor Injection (EVI) — eine Zwischeneinspritzung im Verdichtungsprozess, die die Heizleistung bei tiefen Außentemperaturen verbessert.
Bei der Haier-Monoblock-Architektur befindet sich der komplette Kältekreislauf werksseitig befüllt und versiegelt in der Außeneinheit; nur Wasserleitungen führen ins Gebäude. Das macht die Installation zur reinen Heizungswasser-Arbeit ohne Kältemittel-Handling — der entscheidende Unterschied zu Split-Systemen.
Bei einem Split-System verläuft die Kältemittelleitung zwischen Außen- und Inneneinheit, was laut EU-Verordnung 517/2014 (F-Gase-Verordnung) eine Kälteschein-Zertifizierung des Installateurs voraussetzt, inklusive Dichtheitsprüfung und Kältemittel-Verwiegung vor Ort. Bei einem Monoblock-System wie der Haier ProWarm entfällt dieser Schritt vollständig, da der Kältekreis das Werk bereits fertig befüllt und versiegelt verlässt. Ein Standard-SHK-Handwerker kann die Anlage anschließen, ohne eine zusätzliche Kälteschein-Qualifikation nachweisen zu müssen.
Diese Bauweise wirkt sich auch auf die laufenden Prüfpflichten aus: Split-Systeme benötigen laut Chemikalien-Klimaschutzverordnung regelmäßige Dichtheitskontrollen, während bei werksseitig versiegelten Monoblock-Systemen deutlich längere Prüfintervalle gelten. Wichtig für die Auslegung ist der
Volumenstrom: Ist der Wasserdurchfluss durch die Anlage zu gering, schaltet das System aus Sicherheitsgründen ab, und die Effizienz sinkt durch häufigeres Takten. Die richtige Dimensionierung von Rohrquerschnitt und Umwälzpumpe ist deshalb keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung für den störungsfreien Betrieb. Details liefert der Artikel
Volumenstrom Wärmepumpe: Berechnung und Sollwerte.
Eine Haier ProWarm-Wärmepumpe im Leistungsbereich 8–14 kW kostet als Gerät allein 3.600 bis 4.500 €; inklusive Installation, Hydraulik und Zubehör liegt die Gesamtinvestition für ein Einfamilienhaus meist zwischen 9.000 und 12.000 € vor Förderung. Nach Abzug der KfW-Förderung reduziert sich der Eigenanteil erheblich. Zum Vergleich: Wettbewerber wie Panasonic Aquarea oder Bosch Compress liegen im gleichen Leistungssegment beim reinen Gerätepreis deutlich höher.
Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Positionen zusammen: dem Gerät selbst, der Installation inklusive Wasserleitungen und Elektroanschluss, dem hydraulischen Abgleich sowie optionalem Zubehör wie Pufferspeicher oder Warmwasserspeicher. Die Installation profitiert von der Monoblock-Bauweise, da kein Kälteschein-Aufschlag anfällt.
Netto-Investition = Brutto-Investition × (1 − Fördersatz)
Beispielrechnung: Bei einer Brutto-Investition von 11.700 € für eine ProWarm-Anlage mit 10 kW in einem Neubau und einem Fördersatz von 40 % ergibt sich eine Netto-Investition von 11.700 € × (1 − 0,40) = 7.020 €.
Die konkrete Höhe der Investition hängt stark vom Gebäudetyp ab: Ein Neubau mit Fußbodenheizung und niedrigem Vorlaufbedarf kommt mit einer einfacheren Hydraulik aus, während ein Altbau mit höherem Vorlaufbedarf zusätzliche Komponenten wie einen größeren Pufferspeicher benötigen kann, was die Investitionssumme erhöht.
Seit dem 21. Juli 2026 gilt eine überarbeitete Förderstruktur für die KfW-Heizungsförderung (Programm 458): Die Grundförderung bleibt bei 30 %, der Effizienzbonus und der Emissionsminderungszuschlag entfallen vollständig, und der Einkommensbonus wurde neu gestaffelt.
Nach den Regeln, die laut KfW ab dem 21.07.2026 greifen, gilt folgende Förderstruktur für Wohngebäude:
- Grundförderung: 30 % (unverändert gegenüber der vorherigen Regelung).
- Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % (zuvor 20 %) für den Austausch alter fossiler Heizungen.
- Einkommensbonus, neu gestaffelt: 40 % bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 €, 30 % zwischen 30.000 und 40.000 €, 10 % zwischen 40.000 und 50.000 €.
- Förderfähige Höchstkosten: 28.000 € für die erste Wohneinheit (zuvor 30.000 €).
- Förderobergrenze: maximal 70 % der förderfähigen Kosten, für Eigentümer mit Haushaltseinkommen bis 40.000 € bis zu 80 %.
Der bisherige Effizienzbonus von 5 % für natürliche Kältemittel wie R290 sowie der Emissionsminderungszuschlag von 2.500 € entfallen zum 21.07.2026 ersatzlos — beide Boni kamen einer R290-Wärmepumpe wie der Haier ProWarm bislang automatisch zugute.
Zuschuss = förderfähige Kosten × (Grundförderung + Klimageschwindigkeitsbonus)
Beispielrechnung (Regeln ab 21.07.2026): Für eine Haier ProWarm HPM10 mit förderfähigen Kosten von 11.700 € (innerhalb des 28.000-€-Höchstbetrags) und Austausch einer über 20 Jahre alten Ölheizung ergibt sich: 11.700 € × (30 % + 16 %) = 11.700 € × 46 % = 5.382 € Zuschuss. Bei einem zusätzlichen Einkommensbonus von 40 % (Haushaltseinkommen bis 30.000 €) stiege der Fördersatz auf 86 %, gekappt auf die 70-%-Obergrenze: 11.700 € × 70 % = 8.190 € Zuschuss, Eigenanteil 3.510 €.
Für das erste Quartal 2027 plant die Bundesregierung laut KfW einen zusätzlichen
Wertschöpfungsbonus von 15 % für in der EU gefertigte Wärmepumpen — dieser ist zum jetzigen Stand noch
nicht in Kraft und sollte bei der Planung nicht als sichere Größe eingerechnet werden. Da Haier-Geräte in China produziert werden, wäre die Kernfrage bei Inkrafttreten dieses Bonus, ob eine niedrigere Grundförderung für außerhalb der EU gefertigte Anlagen greift; laut Ankündigung könnte diese auf 15 % sinken. Wer heute plant, sollte die aktuell gültigen Werte zugrunde legen und die geplante Änderung als reines Zukunftsszenario behandeln. Details zur Reform liefert der Artikel
KfW-Update: Neue Heizungsförderung ab 21. Juli 2026, zur Förderstruktur allgemein der Artikel
KfW Wärmepumpe Förderung: Bis 70 % Zuschuss.
Für die KfW-Förderung ist entscheidend, dass das konkrete Wärmepumpen-Modell die technischen Mindestanforderungen erfüllt und in der entsprechenden BAFA-Liste förderfähiger Anlagen eingetragen ist — eine pauschale Aussage zur gesamten Haier-Produktpalette lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlichte Liste ist ein technisches Nachweisregister für Prüfstandards wie Energieeffizienz und Emissionswerte, keine Marken-Empfehlungsliste. Nur Anlagen, die in dieser Liste mit Prüfnachweis eingetragen sind, qualifizieren sich grundsätzlich für den BEG-Förderzuschuss. Ob ein konkretes Haier-Modell wie die ProWarm HPM10 gelistet ist, sollte vor Antragstellung individuell über die BAFA-Liste geprüft werden, da sich Modellbezeichnungen und Zertifizierungsstände ändern können. Käufer sollten diesen Nachweis vom Fachbetrieb oder direkt bei der BAFA-Liste einholen, bevor sie einen Fördermittelantrag stellen.
Im technischen Vergleich zeigt sich Haier ProWarm als preisgünstige Option mit wettbewerbsfähigem Standard-COP, aber Schwächen bei Hochtemperatur-Effizienz gegenüber etablierten Marken wie Viessmann oder Stiebel Eltron.
Die folgende Tabelle stellt die technischen Eckdaten führender Luft-Wasser-Wärmepumpen im vergleichbaren Leistungssegment gegenüber:
Hersteller & Modell | Max. Vorlauftemperatur | Kältemittel | Besonderheit |
Haier ProWarm | 75 °C | R290 | Preisgünstig, Monoblock ohne Kälteschein |
Panasonic Aquarea | 75 °C | R290 | T-CAP-Technologie für Winterleistung |
Bosch Compress 6800i AW | 75 °C | R290 | Sehr leiser Betrieb |
Buderus Logatherm WLW186i AR | — | R290 | Stiftung-Warentest-Testsieger |
Viessmann Vitocal 250-A | 70 °C | R290 | Stiftung-Warentest-Testsieger |
Vaillant aroTHERM plus | — | R290 | Großes Fachpartner-Netzwerk |
LG Therma V | — | R290 | Einheitliche HiPOR-Architektur |
Daikin Altherma 3 | — | R32 | Hochtemperatur-Kompetenz im Altbau |
Midea | — | R290/R32 | Chinesischer Budget-Wettbewerber |
Mitsubishi Ecodan Zubadan | — | R32 | Patentierte Zubadan-Technologie für Altbau |
Stiebel Eltron | 75 °C | R290 | Made-in-Germany-Positionierung |
Haiers wichtigster Vorteil liegt in der Preispositionierung: Die ProWarm-Serie liegt deutlich unter dem Preisniveau etablierter europäischer und japanischer Hersteller wie Panasonic, Bosch oder Viessmann, bei technisch vergleichbarer R290-Basis und identischer maximaler Vorlauftemperatur von 75 °C. Ein direkter Wettbewerber im Budget-Segment ist der ebenfalls chinesische Hersteller
Midea: Chinesische Budget-Revolution, mit dem Haier um preissensitive Käufer konkurriert.
Der wesentliche Nachteil betrifft den Betrieb bei hohen Vorlauftemperaturen: Modelle mit spezieller Winterleistungs-Technologie wie Panasonics T-CAP oder Mitsubishis Zubadan-System sind für den anspruchsvollen Altbau-Einsatz bei tiefen Außentemperaturen und hohem Vorlaufbedarf technisch besser vorbereitet. Wer eine Anlage speziell für unsanierte Altbauten mit hoher Vorlauftemperatur sucht, sollte auch
Hochtemperatur-Wärmepumpen 2026 für den Altbau und die R290-Hochtemperaturtechnik der
Daikin Altherma 4 H vergleichen.
Nein, Haier-Wärmepumpen waren in den bisherigen Stiftung-Warentest-Vergleichen nicht vertreten — der aktuelle Testsieger ist die Viessmann Vitocal 250-A, gefolgt von Modellen wie der Buderus Logatherm WLW186i AR.
Stiftung Warentest testet in unregelmäßigen Abständen eine Auswahl marktrelevanter Luft-Wasser-Wärmepumpen nach Kriterien wie Energieeffizienz, Warmwasserbereitung, Handhabung und Umwelteigenschaften. Haier ist als vergleichsweise junger Anbieter im deutschen Wärmepumpenmarkt (Markteintritt der R290-Serie ab 2023) bislang nicht Teil dieser Testreihen gewesen. Käufer, die sich an unabhängigen Testergebnissen orientieren möchten, finden aktuelle Ergebnisse im Artikel
Wärmepumpe Testsieger 2026: Stiftung-Warentest-Ergebnisse; Details zum aktuellen Testsieger liefern die Artikel
Buderus Logatherm WLW186i AR: Testsieger-Wärmepumpe und
Viessmann Vitocal 250-A: Testsieger, Preise.
Die Haier ProWarm eignet sich grundsätzlich für viele Bestandsgebäude mit moderatem Sanierungsstand; bei besonders hohem Vorlaufbedarf ist die spezialisierte GT-Serie die technisch passendere Wahl.
Die maximale Vorlauftemperatur der ProWarm-Serie liegt bei 75 °C — technisch ausreichend für viele Bestandsgebäude mit älteren Heizkörpern. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist jedoch nicht nur die maximale erreichbare Temperatur, sondern die Jahresarbeitszahl (JAZ) im tatsächlichen Betrieb: Je höher die benötigte Vorlauftemperatur im Alltag, desto stärker sinkt typischerweise die Effizienz jeder Luft-Wasser-Wärmepumpe. Für Gebäude mit besonders hohem Vorlaufbedarf, etwa Altbauten mit älteren Heizkörpern, bietet Haier mit der GT-Serie eine spezialisierte Alternative, die mittels Enhanced-Vapor-Injection-Technologie (EVI) auch bei tiefen Außentemperaturen eine höhere Heizleistung erreichen soll. Wie sich die Jahresarbeitszahl konkret berechnen und im eigenen Gebäude realistisch einschätzen lässt, erklärt der Artikel
Jahresarbeitszahl Wärmepumpe: realistische Werte; zur richtigen Einstellung der Heizkurve für den eigenen Vorlaufbedarf siehe
Vorlauftemperatur Wärmepumpe: Effizienz durch richtige Einstellung.
Die hOn-App ermöglicht die Fernsteuerung von Haier-Wärmepumpen über Smartphone, während eine serienmäßige Modbus-RTU-Schnittstelle die Integration in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant oder ioBroker ohne Zusatz-Gateway erlaubt.
Über die hOn-App lassen sich unter anderem folgende Funktionen steuern:
- Anpassung der Raumtemperatur- und Warmwasser-Sollwerte per Fernzugriff.
- Umschaltung zwischen Betriebsmodi wie Heizen, Kühlen und Warmwasserbereitung.
- Programmierung von Wochenzeitplänen inklusive Nachtabsenkung.
- Anzeige von Betriebsdaten wie Vorlauf- und Außentemperatur sowie Fehlercodes.
Die Modbus-RTU-Schnittstelle (RS485) ist bei ProWarm-Modellen serienmäßig integriert und erlaubt den direkten Anschluss an Hausautomatisierungssysteme, ohne dass ein zusätzliches Umsetzer-Gateway erforderlich wird — ein technischer Vorteil gegenüber Systemen, die ein solches Gateway benötigen. Die Anbindung an gängige Home-Energy-Management-Systeme ist damit grundsätzlich möglich, wobei die Qualität der öffentlich verfügbaren Dokumentation je nach Integrationsweg unterschiedlich ausfällt.
Haier tritt in Deutschland über die Haier Germany GmbH mit Sitz in München auf; das Handwerker-Partner-Netzwerk für Installation und Service ist im Vergleich zu langjährig etablierten Herstellern noch im Aufbau begriffen.
Die Haier Germany GmbH ist beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 266047 eingetragen und fungiert als deutsche Vertriebs- und Serviceeinheit des chinesischen Haier-Konzerns. Für Käufer bedeutet ein noch wachsendes Partnernetzwerk in der Praxis: Die Verfügbarkeit von zertifizierten Installationsbetrieben kann je nach Region unterschiedlich ausfallen, insbesondere außerhalb großer Ballungsräume. Wer eine Haier-Wärmepumpe erwägt, sollte vor dem Kauf gezielt nach der Erreichbarkeit eines Fachpartners in der eigenen Region sowie nach Ersatzteil-Lieferzeiten fragen, da diese Faktoren bei einem noch jungen Marktteilnehmer stärker variieren können als bei Herstellern mit langjährig aufgebautem Servicenetz wie Viessmann oder Vaillant.
Haier ProWarm-Wärmepumpen liegen im Schallleistungspegel im mittleren bis oberen Bereich vergleichbarer Luft-Wasser-Wärmepumpen — bei der Standortplanung ist deshalb besonders auf ausreichenden Abstand zu schutzbedürftigen Räumen wie Schlafzimmern zu achten.
Der zulässige Schallpegel am Immissionsort richtet sich nach der TA Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm), die je nach Gebietstyp und Tageszeit unterschiedliche Grenzwerte vorschreibt — nachts gelten grundsätzlich strengere Werte als tagsüber. Bei der Aufstellung einer Außeneinheit sollte der Abstand zu Nachbargrundstücken und insbesondere zu Schlafzimmerfenstern so gewählt werden, dass die geltenden Immissionsrichtwerte sicher eingehalten werden. Eine pauschale Aussage zum exakten Dezibel-Wert einzelner Haier-Modelle ohne verifizierte Herstellerdatenblätter ist an dieser Stelle nicht belastbar möglich; Interessenten sollten die aktuellen technischen Datenblätter des jeweiligen Modells sowie eine Schallprognose für den konkreten Aufstellort einholen. Allgemeine Grundlagen zu Abstandsregeln und Schallschutz bei Wärmepumpen sowie zur korrekten Aufstellung behandelt der Artikel
Monoblock Wärmepumpe 2026: Außen-/Innenaufstellung.