Das Wichtigste in Kürze
- Wärmepumpenstrom ist ein günstigerer Strombezug für Wärmepumpen, der über einen eigenen Tarif oder über Netzentgelt-Module nach §14a EnWG entsteht.
- Haushaltsstrom kostete im 1. Halbjahr 2026 laut Destatis im Durchschnitt 37,97 ct/kWh.
- Modul 1 entlastet pauschal, die Höhe unterscheidet sich je nach Netzbetreiber.
- Modul 2 mit zweitem Zähler lohnt sich im Rechenbeispiel ab etwa 5.000 kWh Jahresverbrauch.
- Versorger müssen die Netzentgelt-Entlastung nicht weitergeben, deshalb entscheidet der Vertrag.
Was ist Wärmepumpenstrom?
Wie hoch ist der Wärmepumpenstrompreis 2026?
Kennzahl | Wert | Quelle / Stand |
Haushaltsstrom, Durchschnitt | 37,97 ct/kWh | Destatis, 1. Halbjahr 2026 |
Haushalte unter 1.000 kWh pro Jahr | 57,99 ct/kWh | Destatis, 1. Halbjahr 2026 |
Haushalte über 15.000 kWh pro Jahr | 30,55 ct/kWh | Destatis, 1. Halbjahr 2026 |
Wie hat sich der Wärmepumpenstrompreis seit 2020 entwickelt?
Zeitraum | Ereignis | Preiswirkung |
2022 und 2023 | Energiekrise, Strompreisbremse | Stark erhöhte Preise, 2023 zeitweise gedeckelt |
Seit 1. Januar 2024 | §14a EnWG mit Modul 1 und 2 | Netzentgelt-Entlastung für Wärmepumpen |
2. Halbjahr 2025 bis 1. Halbjahr 2026 | Bundeszuschuss zu Netzentgelten | Haushaltsstrom −6,4 % auf 37,97 ct/kWh |
Warum war Wärmepumpenstrom 2022/2023 so teuer?
- Die Beschaffungskosten der Versorger stiegen stark.
- Neukunden zahlten zeitweise deutlich höhere Preise als Bestandskunden.
- Die Strompreisbremse deckelte 2023 den Preis nur für einen Teil des Verbrauchs.
Woraus setzt sich der Wärmepumpenstrompreis zusammen?
- Das Netzentgelt senken die Module nach §14a EnWG.
- Der Arbeitspreis wird je Kilowattstunde berechnet.
- Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an, bei zweitem Zähler zusätzlich.
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Was regelt §14a EnWG für Wärmepumpen?
Wie hoch ist die Entlastung bei Modul 1, 2 und 3?
Modul | Art der Entlastung | Voraussetzung | Eignung |
Modul 1 | Pauschale pro Jahr, Höhe je nach Netzbetreiber | Kein zweiter Zähler nötig | Geringer Verbrauch |
Modul 2 | Arbeitspreis auf 40 % gesenkt, also 60 % Reduzierung | Separate Messung und eigene Marktlokation | Hoher Verbrauch |
Modul 3 | Zeitvariable Netzentgelte | Intelligentes Messsystem | Flexibler Verbrauch |
Lohnt sich ein separater Zähler?
Darf der Netzbetreiber die Wärmepumpe drosseln?
Wer gibt die Netzentgelt-Entlastung weiter?
- Die Rechnung weist die Netzentgelt-Reduzierung separat aus.
- Der Vertrag ordnet Ihre Wärmepumpe dem richtigen Modul zu.
- Eine Vertragsklausel regelt die Weitergabe der Entlastung.
Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif für die Wärmepumpe?
Wie wechsle ich den Wärmepumpenstrom-Anbieter?
- Legen Sie Verbrauch, Zählernummer und Marktlokation bereit.
- Prüfen Sie, welches Modul Ihr Netzbetreiber anwendet.
- Vergleichen Sie Tarife mit vollständigem Jahrespreis.
- Beauftragen Sie den Wechsel beim neuen Versorger.
- Kontrollieren Sie die erste Abrechnung auf die Netzentgelt-Entlastung.
Welche typischen Fehler kosten bei Wärmepumpenstrom Geld?
- Ein falsches Modul verschenkt Entlastung, deshalb sollten Sie die Break-even-Rechnung durchführen.
- Ein fehlender zweiter Zähler schließt Modul 2 aus, daher lohnt sich die Prüfung bei hohem Verbrauch.
- Ein nicht erneuerter Tarif bleibt teuer, darum sollten Sie regelmäßig vergleichen.
- Eine ungeprüfte Weitergabe lässt Entlastung beim Versorger, deshalb gehört die Vertragsklausel in die Prüfung.
Welche Förderung gibt es 2026 für die Wärmepumpe selbst?
- Der Einkommensbonus beträgt 40 % bis 30.000 € zu versteuerndem Einkommen.
- Er beträgt 30 % über 30.000 bis 40.000 €.
- Er beträgt 10 % über 40.000 bis 50.000 €.
- Der Effizienzbonus entfällt zum 21.07.2026.
- Ein Wertschöpfungsbonus für in der EU gefertigte Wärmepumpen ist erst für das 1. Quartal 2027 geplant.
Wie wird sich der Wärmepumpenstrompreis 2027 entwickeln?
FAQ
Häufige Fragen
Was kostet Wärmepumpenstrom pro kWh?
Haushaltsstrom kostete im 1. Halbjahr 2026 laut Destatis durchschnittlich 37,97 ct/kWh. Wärmepumpentarife liegen meist darunter, die Höhe hängt von Anbieter und Netzgebiet ab.
Wärmepumpenstrom oder Haushaltsstrom – was ist günstiger?
Wärmepumpenstrom ist in der Regel günstiger, weil das Netzentgelt reduziert ist. Haushaltsstrom kostete im 1. Halbjahr 2026 laut Destatis 37,97 ct/kWh. Der Vergleich hängt vom Grundpreis und den Zählerkosten ab.
Brauche ich einen zweiten Zähler für Wärmepumpenstrom?
Nur für Modul 2 ist eine separate Messung mit eigener Marktlokation nötig. Modul 1 funktioniert ohne zweiten Zähler.
Wie hoch ist die Modul-1-Pauschale?
Die Pauschale ist ein fester Jahresbetrag, der sich je nach Netzbetreiber unterscheidet. Die aktuelle Höhe nennt Ihr Netzbetreiber.
Was passiert bei Steuerung nach §14a EnWG?
Der Netzbetreiber darf bei akuter Überlastung auf bis zu 4,2 kW drosseln. Eine Abschaltung ist nicht vorgesehen.
Wann lohnt sich Modul 3?
Modul 3 lohnt sich, wenn Sie Ihren Verbrauch in netzgünstige Zeiten verschieben können. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.
Quellen
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