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Ratgeber · Wärmepumpe

Dezentrale Wärmepumpe 2026: Kosten, Förderung und Einsatz im Mehrfamilienhaus

Was eine dezentrale Wärmepumpe pro Wohnung kostet, welche KfW-Förderung seit 21.07.2026 gilt und wann WEG oder Vermieter zustimmen müssen.

Von wärmepumpen-preise.de Redaktion · Unabhängige Wärmepumpen-Beratung9 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Die dezentrale Wärmepumpe ersetzt die Gasetagenheizung wohnungsweise und wird seit dem 21.07.2026 nach neuen KfW-Regeln gefördert.
  • Definition: Eine dezentrale Wärmepumpe (Etagenwärmepumpe) versorgt genau eine Wohnung und ersetzt dort die Gasetagenheizung.
  • Förderung ab 21.07.2026: Das KfW-Programm 458 zahlt 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus, begrenzt auf 70 % (Selbstnutzer bis 40.000 € Einkommen: 80 %).
  • Förderfähige Kosten: 28.000 € für die erste Wohneinheit, 15.000 € je Wohneinheit 2–6 und 8.000 € je weitere Wohneinheit.
  • Zustimmung: Der Einbau greift meist in Gemeinschaftseigentum ein, deshalb ist in der WEG ein Beschluss nötig.
  • Ausblick: Ab dem 01.02.2027 sinken Höchstbetrag und Klimageschwindigkeitsbonus halbjährlich.
Zuletzt aktualisiert: 06.10.2026

Was ist eine dezentrale Wärmepumpe?

Eine dezentrale Wärmepumpe ist eine Etagenwärmepumpe, die ausschließlich eine einzelne Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Heizwärme versorgt. Sie ersetzt in der Regel eine Gasetagenheizung. Die Wärme entsteht über einen Kältekreislauf, der Umweltwärme aufnimmt, verdichtet und an den Heizkreis der Wohnung abgibt.
Anders als bei einer zentralen Anlage gibt es keine gemeinsame Heizzentrale und kein Verteilnetz durch das Gebäude. Eine Wohnungsstation erzeugt dagegen keine Wärme, sondern verteilt sie nur lokal aus einem zentralen Erzeuger.
Die zentrale Variante behandelt der Beitrag Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus. Allgemeine Hinweise zu Wohnungen stehen unter Wärmepumpe für Wohnungen.

Was unterscheidet dezentrale und zentrale Wärmepumpen im Mehrfamilienhaus?

Eine zentrale Wärmepumpe versorgt mit einer Anlage das gesamte Gebäude, oft als Kaskade mehrerer Geräte. Eine dezentrale Lösung installiert dagegen je Wohneinheit eine eigene Anlage. Beide Konzepte unterscheiden sich bei Beschlusslage, Abrechnung und Umsetzbarkeit.

Merkmal

Zentrale Wärmepumpe

Dezentrale Wärmepumpe

Wärmeerzeuger

Eine Anlage oder Kaskade für das Gebäude

Ein Gerät je Wohneinheit

Heizzentrale und Verteilnetz

Erforderlich

Nicht erforderlich

Beschluss der WEG

Gebäudeweit für alle Eigentümer

Je Umbau, meist für Außengerät und Leitungen

Umsetzung

Gesamtes Gebäude gleichzeitig

Wohnung für Wohnung möglich

Abrechnung

Über gemeinsame Wärmezähler

Individuell je Wohnung

Welche Bauarten dezentraler Wärmepumpen gibt es?

Dezentrale Systeme gibt es als Luft-Wasser-, Luft-Luft- und Abluft-Wärmepumpe sowie als Wohnungsstation an einem kalten Nahwärmenetz. Sie unterscheiden sich in der Wärmeverteilung und im Eingriff in Gebäude und Wohnung.

Bauart

Wärmeverteilung

Besonderheit

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wasserführender Heizkreis mit Heizkörpern oder Fußbodenheizung

Außengerät plus Innenmodul, meist mit Pufferspeicher und Warmwasserspeicher

Luft-Luft-Wärmepumpe

Raumluft direkt, ohne Wasserkreislauf

Geringerer Installationsaufwand, siehe Luft-Luft-Wärmepumpe

Abluft-Wärmepumpe

Nutzt Restwärme der abgeführten Raumluft

Setzt eine Lüftungsanlage voraus, siehe Abluft-Wärmepumpe

Wohnungsstation am kalten Nahwärmenetz

Wasserkreislauf in der Wohnung

Wärme kommt aus einem gemeinsamen Netz auf niedrigem Temperaturniveau

Was kostet eine dezentrale Wärmepumpe pro Wohnung?

Die Kosten pro Wohneinheit hängen von Bauart, Leistung, Aufwand für Leitungen und Hydraulik sowie vom Zustand der Wohnung ab. Belastbare, einheitliche Preise gibt es nicht. Verbindlich lassen sich die Kosten erst nach einer Heizlastberechnung und einem Angebot eines Fachbetriebs bestimmen.
Typische Kostenposten sind:
  • Wärmepumpe mit Außengerät und Innenmodul
  • Wohnungsstation und Anpassungen am Heizkreis
  • Pufferspeicher und Warmwasserspeicher
  • Wanddurchbruch, Leitungen und Elektroanschluss
  • Heizlastberechnung, Inbetriebnahme und Dokumentation
Je nach Wohnung können Messtechnik und Anpassungen am Heizkreis hinzukommen. Die Förderung des KfW-Programms 458 senkt die Eigeninvestition deutlich, die Konditionen ab 21.07.2026 stehen im Abschnitt zur Förderung.

Zentrale oder dezentrale Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus: Was ist günstiger?

Welche Lösung günstiger ist, hängt weniger vom Gerätepreis ab als davon, ob sich alle Eigentümer auf einen gemeinsamen Umstieg einigen. Eine gebündelte Anlage nutzt Größenvorteile. Eine dezentrale Lösung lässt sich dagegen auch ohne gebäudeweiten Konsens umsetzen.
Entscheidungskriterien:
  • Beschlusslage: Gibt es keinen gebäudeweiten Konsens, bleibt nur die wohnungsweise Lösung.
  • Platz und Leitungswege: Eine zentrale Anlage braucht Technikraum und Verteilleitungen.
  • Auslastung: Eine gebündelte Anlage läuft gleichmäßiger als mehrere Kleinanlagen.
  • Zeitplan: Dezentral kann jede Wohneinheit einzeln und zeitversetzt umrüsten.
  • Effizienz: Entscheidend ist die erreichte Jahresarbeitszahl der jeweiligen Anlage.
Eine Annahme zur Veranschaulichung: Umrüsten acht Wohnungen einzeln, braucht es acht Anträge und acht Anlagen. Eine zentrale Lösung bündelt das in einem Projekt, setzt aber den Konsens aller voraus.

Wie viel Förderung gibt es ab 21.07.2026 für dezentrale Wärmepumpen?

Seit dem 21.07.2026 fördert das KfW-Programm 458 im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Wärmepumpen mit 30 % Grundförderung und 16 % Klimageschwindigkeitsbonus. Die Summe aus Grund- und Bonusförderung ist auf 70 % der förderfähigen Kosten begrenzt, für selbstnutzende Eigentümer bis 40.000 € Einkommen auf 80 %.

Förderkomponente

Ab 21.07.2026

Bisher (bis 20.07.2026)

Grundförderung

30 %

30 %

Effizienzbonus

entfällt

5 %

Emissionsminderungszuschlag

entfällt

2.500 €

Klimageschwindigkeitsbonus

16 %

20 %

Einkommensbonus

40 % / 30 % / 10 % nach Einkommen

pauschal 30 % bis 40.000 €

Höchstbetrag 1. Wohneinheit

28.000 €

30.000 €

Höchstbetrag Wohneinheit 2–6

15.000 € je Wohneinheit

–

Höchstbetrag ab 7. Wohneinheit

8.000 € je Wohneinheit

–

Förderobergrenze

70 %, Selbstnutzer bis 40.000 €: 80 %

–

Die Werte in der Spalte „Bisher“ galten nur bis zum 20.07.2026. Weitere Details bietet KfW-Förderung für Wärmepumpen und die Übersicht Neue Heizungsförderung ab 21. Juli 2026. Die offiziellen Werte stehen bei der KfW.

Wie hoch ist die maximale Förderung je Gebäude mit mehreren Wohneinheiten?

Die förderfähigen Höchstkosten addieren sich je Wohneinheit: 28.000 € für die erste, 15.000 € je Wohneinheit 2–6 und 8.000 € je weitere. Die Zuschusshöhe ergibt sich aus Fördersatz mal förderfähigen Kosten, begrenzt durch die Förderobergrenze.
Förderfähige Höchstkosten = 28.000 € + 15.000 € × (WE 2–6) + 8.000 € × (WE ab 7)

Wohneinheiten

Förderfähige Höchstkosten

2

43.000 €

3

58.000 €

4

73.000 €

6

103.000 €

8

119.000 €

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Rechenbeispiel für 8 Wohneinheiten: 28.000 € + 5 × 15.000 € + 2 × 8.000 € = 119.000 €.
Die Höchstkosten sind Obergrenzen, keine Pauschalen. Förderfähig sind nur die tatsächlich entstandenen Kosten bis zu diesem Betrag. Ob der Klimageschwindigkeitsbonus bei einer Etagenheizung greift, hängt von den KfW-Bedingungen im Einzelfall ab und sollte vor dem Antrag geklärt werden. Als Beispiel: 46 % (30 % Grund plus 16 % Bonus) auf 28.000 € ergeben 12.880 €.

Welchen Einkommensbonus erhalten Eigentümer und Vermieter?

Der Einkommensbonus ist seit dem 21.07.2026 nach dem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen gestaffelt: 40 % bis 30.000 €, 30 % über 30.000 bis 40.000 € und 10 % über 40.000 bis 50.000 €. Er wirkt zusätzlich zu Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus. Mehr dazu im Beitrag Einkommensbonus.
Rechenbeispiel am Höchstbetrag von 28.000 €:
  • Bis 30.000 € Einkommen: 30 % + 16 % + 40 % = 86 %, begrenzt auf 80 % für Selbstnutzer, also 22.400 €.
  • Über 40.000 bis 50.000 €: 30 % + 16 % + 10 % = 56 %, also 15.680 €.
  • Mit 70-%-Deckel: 70 % von 28.000 € ergeben 19.600 €.
Selbstnutzer mit bis zu 40.000 € Einkommen erreichen die 80-%-Grenze. Für Vermieter gilt die allgemeine Obergrenze von 70 %.

Was galt in der Übergangsphase bis zum 20.07.2026?

Diese Regelung ist abgelaufen. Die KfW hatte die Anpassungen am 08.07.2026 angekündigt, die Umstellungsphase lief vom 09.07.2026 bis zum 20.07.2026. Seit dem 21.07.2026 gelten die neuen Bedingungen.
  • 09.07.–20.07.2026: Es konnten keine neuen Antragsbestätigungen ((g)BzA) erstellt werden.
  • Bis 20.07.2026, 20:00 Uhr: Wer vorher eine gültige (g)BzA besaß, konnte noch zu den bisherigen Konditionen beantragen.
  • BAFA-Antrag: Auch die zuvor erzeugten TPB-IDs (Technische Projektbeschreibung) waren bis einschließlich 20.07.2026 für Anträge nach bisherigen Konditionen nutzbar.
  • Ab 21.07.2026: Für neue (g)BzA und TPB-IDs gelten automatisch die neuen Bedingungen.
Details stehen bei der KfW.

Braucht man für eine dezentrale Wärmepumpe die Zustimmung der WEG oder des Vermieters?

Ja, in aller Regel. Greifen Außengerät oder Leitungen in Fassade oder Gemeinschaftseigentum ein, ist ein Beschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) nötig. Mieter benötigen zusätzlich die Zustimmung ihres Vermieters.
  • Eigentümer in der WEG: Betrifft die Maßnahme das Gemeinschaftseigentum, braucht es einen Beschluss der Eigentümerversammlung.
  • Vermieter: Sie entscheiden über bauliche Veränderungen an der Mietwohnung.
  • Mieter: Eingriffe in die Bausubstanz sind ohne Zustimmung des Vermieters nicht zulässig.
Ein konkretes Angebot mit Datenblatt, Schallangaben und geplantem Aufstellort erleichtert die Entscheidung der Eigentümerversammlung.

Wie laut ist eine dezentrale Wärmepumpe und welche Grenzwerte gelten?

Die TA Lärm ist die technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm und legt Immissionsrichtwerte je Gebietsart fest. Nachts gelten strengere Werte als tags. Maßgeblich ist der Schall, der an der Nachbarwohnung ankommt, nicht allein der Wert im Datenblatt.
Zusätzlich verlangt die Förderung Anforderungen an den Schall des Geräts. Diese Förderanforderung ist vom Nachbarrecht zu unterscheiden. Wichtig sind der Standort des Außengeräts und der Abstand zu Schlafzimmerfenstern. Ausführliche Hinweise liefert Wärmepumpe zu laut.

Welche Jahresarbeitszahl erreicht eine dezentrale Wärmepumpe?

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) misst das Verhältnis von abgegebener Wärme zu aufgenommenem Strom über ein Jahr. Sie hängt stark von der Vorlauftemperatur ab. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Anlage. Einordnung unter Jahresarbeitszahl.
JAZ = jährlich abgegebene Wärmemenge (kWh) ÷ jährlich aufgenommener Strom (kWh)
Heizkosten pro Jahr = Wärmebedarf (kWh) ÷ JAZ × Strompreis (€/kWh)
Illustratives Beispiel (angenommene Werte): Bei 8.000 kWh Wärmebedarf und JAZ 3,0 ergeben sich rund 2.667 kWh Strom. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,30 €/kWh sind das etwa 800 € pro Jahr. Der COP beschreibt dagegen nur einen einzelnen Prüfpunkt.

Welche Kältemittel-Vorschriften gelten für dezentrale Wärmepumpen?

Die EU-F-Gas-Verordnung begrenzt schrittweise fluorierte Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial. Das Treibhauspotenzial misst, wie stark ein Gas das Klima im Vergleich zu CO₂ erwärmt. R32 hat ein höheres Treibhauspotenzial als das natürliche Kältemittel R290 (Propan).
Für künftige Geräte spricht deshalb vieles für R290. Genaue Fristen hängen von Gerätetyp und Leistung ab und sollten vor dem Kauf geprüft werden. Hintergründe stehen unter R32-Kältemittel und Fristen.

Wie viel Platz braucht eine dezentrale Wärmepumpe in der Wohnung?

Der Platzbedarf hängt vom Modell ab und wird vom Hersteller vorgegeben. Zu planen sind Innenmodul, Speicher und der Standort des Außengeräts.
  • Wohnungsstation oder Innenmodul: Stellfläche, Anschlüsse und Zugänglichkeit für die Wartung
  • Warmwasserspeicher und Pufferspeicher: Je nach Konzept zusätzlicher Raum
  • Wanddurchbruch: Leitungsführung zur Außenwand
  • Außengerät: Fassade, Balkon oder Hof, mit Rücksicht auf Nachbarn

Was kostet die Wartung einer dezentralen Wärmepumpe?

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Wie sieht die Rechnung für Ihr Haus aus?

Beantworten Sie ein paar Fragen zu Ihrem Haus — wir ordnen Kosten und Förderung für Ihre Situation ein.

Die Wartung erfolgt durch einen Fachbetrieb und umfasst die Kontrolle des Kältekreislaufs, der Wärmetauscher und der Steuerung. Die Kosten je Wohneinheit hängen vom Anbieter und Vertrag ab. Bei Kältemitteln gelten zudem Dichtheitsprüfungen nach der F-Gas-Verordnung. Mehrere Wohnungen mit eigener Anlage bedeuten mehrere Wartungstermine.

Welche Nachteile und Installationsfehler gibt es bei dezentralen Wärmepumpen?

Nachteile liegen vor allem in der Abhängigkeit vom Beschluss, im Aufwand pro Einheit und in der Schallplanung.
  • Mehrere Einzelanlagen statt einer gebündelten Lösung
  • Eingriff in Fassade oder Gemeinschaftseigentum
  • Wartungsaufwand je Wohneinheit
  • Konfliktpotenzial bei Schall und Standort

Welche Folgen hat eine unterdimensionierte Auslegung?

  • Symptom: Die gewünschte Vorlauftemperatur wird im Winter nicht erreicht, der Heizstab springt häufig an.
  • Folge: Der Stromverbrauch steigt und die Effizienz sinkt.
  • Vorbeugung: Eine Heizlastberechnung vor der Installation.

Warum darf man die Schallausbreitung nicht übersehen?

  • Symptom: Nachbarn beschweren sich über das Außengerät, besonders nachts.
  • Folge: Streit nach TA Lärm und eventuell eine Versetzung des Geräts.
  • Vorbeugung: Standortplanung vor dem WEG-Beschluss, Abstand zu Schlafzimmerfenstern.

Welche Qualifikation braucht der Fachbetrieb?

  • Nachweis für Arbeiten am Kältekreislauf, etwa Kälteschein
  • Durchführung einer Heizlastberechnung
  • Referenzen für Mehrfamilienhäuser
  • Schriftliches Angebot mit Geräte- und Schalldaten

Was sagen unabhängige Tests zu dezentralen Wärmepumpen?

Für dezentrale Etagenwärmepumpen liegt kein einheitlicher produktübergreifender Vergleichstest der Stiftung Warentest vor. Die Orientierung gelingt über Einzelgeräte-Tests, Datenblätter und die erreichte Jahresarbeitszahl. Ein Überblick steht unter Wärmepumpe Testsieger.

Wie entwickeln sich Förderung und Recht ab 2027?

Ab dem 01.02.2027 sinken die Fördergrenzen planmäßig. Die Änderungen für das erste Quartal 2027 sind bisher nur geplant.
  • Ab 01.02.2027 (in Kraft): Der Höchstbetrag sinkt halbjährlich, jeweils zum 01.02. und 01.08., um 750 €.
  • Ab 01.02.2027 (in Kraft): Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt halbjährlich um 4 Prozentpunkte.
  • Geplant, noch nicht in Kraft: Im 1. Quartal 2027 soll ein Wertschöpfungsbonus von 15 % für in der EU gefertigte Wärmepumpen kommen.
  • Geplant, noch nicht in Kraft: Die Grundförderung für außerhalb der EU gefertigte Wärmepumpen soll auf 15 % sinken.

Für wen lohnt sich eine dezentrale Wärmepumpe?

Sie lohnt sich vor allem, wenn eine einzelne Wohnung unabhängig vom Gebäude umgerüstet werden soll.

Lohnt sie sich für Einzeleigentümer mit Gasetagenheizung?

  • Die Wohnung nutzt bereits eine Gasetagenheizung.
  • Die WEG stimmt dem Eingriff zu.
  • Der Einkommensbonus kann die Eigeninvestition stark senken.

Lohnt sie sich für eine WEG mit Konsens für den gebäudeweiten Umstieg?

  • Bei gemeinsamem Konsens ist die zentrale Lösung oft die Alternative, siehe Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus.
  • Dezentral bleibt sinnvoll, wenn Wohnungen unterschiedlich schnell umrüsten.

Was können Mieter ohne Vermieterzustimmung tun?

  • Das Gespräch mit dem Vermieter über eine Modernisierung suchen.
  • Eine Lösung ohne Eingriff in die Bausubstanz prüfen, etwa eine Luft-Luft-Wärmepumpe.

Wie profitieren Eigentümer mit knappem Budget von der Förderung?

  • Einkommen und Fördersatz vor der Planung bestimmen.
  • Antrag mit dem Datum 21.07.2026 oder später stellen.
  • Zeitpunkt beachten, weil sich Höchstbetrag und Bonus ab 01.02.2027 verringern.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine dezentrale Wärmepumpe pro Wohnung?

Die Kosten hängen von Bauart, Leistung und Aufwand in der Wohnung ab. Ein verbindlicher Preis ergibt sich erst nach Heizlastberechnung und Angebot eines Fachbetriebs. Förderfähig sind ab dem 21.07.2026 Kosten bis zu 28.000 € für die erste Wohneinheit.

Ist eine Etagenwärmepumpe förderfähig?

Ja, dezentrale Wärmepumpen können im KfW-Programm 458 gefördert werden. Seit dem 21.07.2026 gelten 30 % Grundförderung und weitere Boni. Die Förderobergrenze liegt bei 70 %, für Selbstnutzer bis 40.000 € Einkommen bei 80 %.

Wie viel Förderung gibt es im Mehrfamilienhaus je Wohneinheit?

Förderfähig sind ab dem 21.07.2026 bis zu 28.000 € für die erste Wohneinheit, 15.000 € je Wohneinheit 2–6 und 8.000 € je weitere. Auf diese Beträge wird der jeweilige Fördersatz angewendet.

Darf ich als Eigentümer in der WEG allein eine Wärmepumpe einbauen?

Nur mit Beschluss, wenn Fassade oder Gemeinschaftseigentum betroffen sind. Ein Angebot mit Schalldaten und Standort erleichtert den Beschluss der Eigentümerversammlung.

Brauche ich als Mieter die Zustimmung des Vermieters?

Ja, bauliche Eingriffe in die Mietwohnung erfordern die Zustimmung des Vermieters. Ohne Eingriff in die Bausubstanz sind die Spielräume größer.

Wie laut ist das Außengerät und welche Grenzwerte gelten?

Maßgeblich sind die Immissionsrichtwerte der TA Lärm an der Nachbarwohnung, nachts strenger als tags. Standort und Abstand zu Schlafzimmerfenstern entscheiden über Konflikte.

Wohin kommt das Außengerät bei einer Etagenwohnung?

Je nach Gebäude an Fassade, Balkon oder Hof. Der Standort braucht in der WEG meist eine Zustimmung und sollte Schallwirkung auf Nachbarn berücksichtigen.

Welche Jahresarbeitszahl ist realistisch?

Sie hängt vor allem von der Vorlauftemperatur und der Auslegung ab. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto höher fällt die Jahresarbeitszahl aus.

Lohnt sich dezentral oder zentral?

Das hängt von der Beschlusslage ab. Gibt es einen gebäudeweiten Konsens, ist die zentrale Lösung oft die Alternative. Ohne Konsens bleibt die wohnungsweise Lösung.

Welches Kältemittel ist künftig erlaubt?

Die F-Gas-Verordnung begrenzt Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial schrittweise. Natürliche Kältemittel wie R290 gelten als zukunftssicher.

Was passiert mit der Förderung nach dem 01.02.2027?

Ab dem 01.02.2027 sinken der Höchstbetrag um 750 € und der Klimageschwindigkeitsbonus um 4 Prozentpunkte, danach halbjährlich weiter. Der Wertschöpfungsbonus von 15 % ist bislang nur geplant.

Quellen

  1. KfW — Anpassungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude 2026
  2. KfW — Pressemitteilung: Anpassungen in den KfW-Produkten der BEG – Start Umstellungsphase
  3. KfW — Heizungsförderung (Übergangshinweise)

Redaktion

wärmepumpen-preise.de Redaktion

Unabhängige Wärmepumpen-Beratung

Die wärmepumpen-preise.de-Redaktion prüft jeden Ratgeber auf fachliche Richtigkeit — auf Basis der aktuellen BEG-Förderrichtlinien, technischer Normen und Erfahrungswerten aus realen Wärmepumpen-Projekten in Deutschland. Wir arbeiten herstellerunabhängig und verkaufen keine Anlagen.

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